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Kind hält ein Glas mit Geldscheinen in der Hand

Taschengeld: Tabelle und Empfehlungen für alle Altersstufen.

Wie viel Taschengeld ist sinnvoll? Altersgerechte Beträge, klare Regeln und praktische Tipps für Eltern.

zuletzt aktualisiert am 14.01.2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kinder lernen durch Taschengeld mit Geld umzugehen.
  • Ab dem Schulalter sind regelmäßige Beträge sinnvoll.
  • Monatliche Auszahlung ab circa 10 Jahren fördert Planungsfähigkeit.
  • Eltern sollten Taschengeld nicht als Druckmittel einsetzen.

Warum Taschengeld viel mehr ist als nur Geld

Taschengeld ist oft der erste Kontakt mit Geld. Zugleich ist es eine gute Gelegenheit, Kindern wichtige Werte mitzugeben: Sparen, Planen, Entscheiden. Doch wie viel ist altersgerecht? Und ab wann sollte man überhaupt damit anfangen?

In diesem Ratgeber finden Sie eine übersichtliche Taschengeldtabelle für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, dazu Tipps, wie Sie das Thema ganz praktisch im Familienalltag umsetzen. Außerdem zeigen wir, warum Taschengeld mehr kann als nur kleine Wünsche erfüllen und wie Kinder mit jedem Euro ein Stück Selbstständigkeit lernen.

Vater und Kind sitzen vor einem Sparschwein und sortieren Geld

Gibt es einen Anspruch auf Taschengeld?

Ein gesetzlicher Anspruch auf Taschengeld besteht in Deutschland nicht. Eltern sind nach § 1601 BGB grundsätzlich unterhaltspflichtig. Aber das Taschengeld selbst ist eine freiwillige Leistung, die viele Familien ihrem Nachwuchs aus erzieherischen Gründen geben.

Die Idee: Kinder und Jugendliche sollen den Wert von Geld früh kennenlernen, Verantwortung für eigene Ausgaben übernehmen und lernen, zu sparen oder zu planen.

Die große Taschengeldtabelle: Empfehlungen von 0 bis 18 Jahren

Hier finden Sie eine ausführliche Übersicht auf Basis der aktuellen Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Die Tabelle bietet Richtwerte, die je nach Familienbudget, Lebenssituation oder Erziehungsstil angepasst werden können.

Tipp: Jüngere Kinder bekommen das Geld wöchentlich - das ist greifbarer. Ab etwa 10 Jahren bietet sich eine monatliche Auszahlung an, um das Planen zu lernen.

* Für Jugendliche ab 16 Jahren, die wirtschaftlich von den Eltern abhängig sind (z .B. Schülerinnen und Schüler) - nach einer Empfehlung des DJI.

Wöchentlich oder monatlich das Taschengeld geben?

Die Art der Auszahlung ist fast so wichtig wie die Höhe des Taschengelds selbst. Kleine Kinder haben noch kein Zeitgefühl für einen Monat. Deshalb ist ein wöchentlicher Rhythmus ideal.

Ab dem Alter von 10 Jahren kann der Wechsel auf eine monatliche Zahlung ein echter "Lernmeilenstein" sein: Jetzt wird gerechnet, geplant - und oft auch überlegt, ob das neue Spiel wirklich sein muss oder ob es sich lohnt zu sparen.

Eltern-Tipp: Notieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Datum der Auszahlung. Ein kleines Heft, ein Kalender oder eine App wie z. B. "KidsBudget" helfen dabei, den Überblick zu behalten.

Was soll vom Taschengeld bezahlt werden?

Taschengeld ist frei verwendbar. Kinder sollen selbst entscheiden, wofür sie es ausgeben. Das heißt: Kleidung, Essen, Schulmaterial oder Vereinsgebühren sind nicht Teil des Taschengelds.

Typische Dinge, die Kinder & Jugendliche davon zahlen:

  • Süßigkeiten, Snacks, Getränke
  • Zeitschriften, Sticker, Spielsachen
  • In-App-Käufe (Abwicklung über die Eltern)
  • Kino, Ausflüge, Hobbys
  • Kleine Geschenke für Freunde

Für ältere Kinder bzw. Jugendliche können Eltern "Budgetgeld" ergänzen, etwa für Kleidung, Kosmetik oder Handyvertrag. So üben Kinder, mit einem festen Betrag zu haushalten.

Taschengeld als Lernhilfe: Tipps für Eltern

Taschengeld ist mehr als nur ein Betrag. Es ist eine Chance fürs Leben. Aber nur, wenn Eltern ihre Kinder aktiv begleiten. Statt Taschengeld an Noten oder Benehmen zu knüpfen, sollten sie Freiraum geben und Vertrauen zeigen. Denn nur so lernen Kinder wirklich, mit Geld umzugehen.

So können Eltern unterstützen

  • Mit Kindern regelmäßig über Geld sprechen
  • Gemeinsam auf Wünsche sparen
  • Zeigen, wie man ein Budget aufstellt
  • Gute (aber nicht perfekte) Entscheidungen bestärken
  • Fehler zulassen, denn aus Fehlern wird gelernt

Wenn Sie sich außerdem fragen, wie Sie zusätzlich fürs Kind sparen können, finden Sie in unserem Ratgeber "Sparen für Kinder" viele wertvolle Tipps für den Vermögensaufbau.

Mehr als Taschengeld: wenn Vorsorge zum Thema wird

Wenn Sie Ihrem Kind heute den bewussten Umgang mit Geld beibringen, stellen Sie sich vielleicht auch die Frage: Wie sichere ich meinem Kind eine stabile finanzielle Zukunft?

Genau hier kommt die Kindervorsorge ins Spiel. Mit einem frühzeitigen Vermögensaufbau schaffen Sie nicht nur finanzielle Spielräume für Wünsche wie ein Auslandsjahr, ein Studium oder den Führerschein. Sie legen gleichzeitig den Grundstein für eine nachhaltige Absicherung, inklusive der wichtigen Eintrittskarte zur späteren Berufsunfähigkeitsversicherung. So geben Sie Ihrem Kind echte Chancen, frei und selbstbestimmt in die Zukunft zu starten.

Häufige Fragen rund ums Taschengeld

Setzen Sie gemeinsam Ziele, wie ein neues Spiel, ein Ausflug oder ein besonderes Hobby. Wenn Kinder sehen, wofür sie sparen, bleiben sie dran. Eine Spardose oder eine App kann zusätzlich motivieren.

Kein Grund zur Sorge. Lassen Sie Ihr Kind Erfahrungen machen. Reden Sie beim nächsten Mal über bessere Einteilung.

Wichtig: Kein Nachschlag, denn Lernen durch Ausprobieren gehört dazu.

Ab 10 bis 12 Jahren können viele Kinder mit einem Kinderkonto umgehen. Ideal, um digitales Bezahlen zu üben und das monatliche Taschengeld eigenständig zu verwalten.

Budgetgeld ist ein festgelegter Betrag für bestimmte Ausgaben wie Kleidung oder Handy. Es ergänzt das Taschengeld und hilft Jugendlichen, feste Budgets selbst zu verwalten.

Bitte nicht. Taschengeld sollte eine verlässliche Lernhilfe bleiben. Für Konsequenzen bei schlechtem Verhalten gibt es bessere Wege

  • Dr. Alexandra Langmeyer und Ursula Winklhofer, DJI-Empfehlungen zu Taschengeld und Gelderziehung, Deutsches Jugendinstitut, zuletzt abgerufen am: 14.01.2026
  • familienportal.de, Gibt es Empfehlungen zum Taschengeld?, familienportal.de, zuletzt abgerufen am: 14.01.2026
  • Landeshauptstadt München Sozialreferat, Stadtjugendamt Fachstelle Elternbriefe und Jugendinformation, Taschengeld, Landeshauptstadt München Sozialreferat, Stadtjugendamt Fachstelle Elternbriefe und Jugendinformation, zuletzt abgerufen am: 14.01.2026