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Frau mit vielen Locken liegt auf einer Wiese und formt mit ihren Händen ein Herzsymbol, um dadurch in die Kamera zu schauen

Herzgesundheit nachhaltig fördern.

Mit Bewegung, Ernährung und Vorsorge Ihr Herz langfristig stärken.

zuletzt aktualisiert am 04.03.2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein gesundes Herz erhält die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummer 1.
  • Rauchen gehört zu den größten Gefahren für die Herzgesundheit.
  • Ein gesunder Lebensstil und Prävention können das Herz vor Erkrankungen wie Infarkt, Schlaganfall oder Insuffizienz schützen.

Das Herz - Motor unseres Körpers

Es sitzt in unserer Brust, ist nur faustgroß und doch der Motor unseres Lebens. Denn das etwa 300 Gramm schwere Herz sorgt dafür, dass alle Organe, Gewebe und Zellen im Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Dafür pumpt es täglich rund 7.000 Liter Blut durch den Organismus. Damit das Herz diese Höchstleistung und Pumpvorgänge zuverlässig erfüllen kann, braucht es nicht nur Helfer wie seine vier Herzklappen, die durch ihre perfekte Platzierung das Blut stets nur in eine Richtung strömen lassen.

Es braucht auch besondere Aufmerksamkeit. Denn die meisten Risikofaktoren für Herzkrankheiten sind durch Lebensstil, Vorsorge und Wissen beeinflussbar. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Herzgesundheit im Alltag gezielt stärken können und wie eine gute Absicherung dabei unterstützt.

Was bedeutet Herzgesundheit?

Ist das Herz leistungsfähig, gut durchblutet und frei von krankhaften Veränderungen, spricht man von Herzgesundheit. Ein gesundes Herz pumpt effizient Blut durch den Körper und passt sich flexibel an Belastungen an. Anders sieht es aus, wenn Bluthochdruck oder Arterienverkalkung Schäden verursachen.

Symptome für eine geschwächte Herzgesundheit

Laut Deutscher Herzstiftung ist Früherkennung entscheidend, denn viele Herzerkrankungen entwickeln sich schleichend über Jahre. Es gibt einige Symptome, die auf eine geschwächte Herzgesundheit hindeuten können:

  • Kurzatmigkeit bei leichter Anstrengung
  • Herzstolpern oder Herzrasen
  • Druckgefühl im Brustkorb
  • Schwächegefühl oder Schwindel

Das ist schädlich für die Herzgesundheit

  • Bluthochdruck: Gilt als leiser Killer, weil er oft keine Beschwerden verursacht, aber das Herz dauerhaft belastet.
  • Ungesunde Ernährung: Zu viel Zucker, gesättigte Fette und verarbeitete Lebensmittel fördern die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose).
  • Bewegungsmangel: Ein träges Herz altert schneller und ist weniger belastbar. Schon 30 Minuten Bewegung am Tag senken das Risiko deutlich.
  • Dauerstress: Stress geht sprichwörtlich aufs Herz, da er Blutdruck, Puls und Entzündungsneigung erhöht.
  • Rauchen & Alkohol: Beides beeinträchtigt die Gefäßfunktion und steigert das Risiko für Herzinfarkt deutlich.

Ein Herz und eine Seele

Klingt erstmal romantisch. Fakt ist aber, dass Herzprobleme auch auftreten, wenn die Seele leidet. Da Herz und Psyche sich gegenseitig so stark beeinflussen können, gibt es neben Kardiologen auch Psychokardiologen. Psychische Belastungen wie Stress, Depression oder Angst wirken auf das Herz über eine erhöhte Produktion von Stresshormonen (Cortisol, Adrenalin). Die Ausschüttung dieser Hormone lässt wiederum Blutdruck und Blutzucker ansteigen und erhöht die Herzfrequenz.

Ebenso werden Entzündungen gefördert, die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) begünstigen. Studien gehen auch von einem Zusammenhang zwischen arbeitsbedingtem Stress und koronaren Herzerkrankungen aus. Gerade in der heutigen Zeit stehen viele Menschen unter mentalem Druck. Vor allem in der jüngeren Generation ist die psychische Belastung enorm gestiegen. Daher ist es für ein gesundes Herz auch wichtig, die Seele zu stärken und sich gegebenenfalls professionelle Hilfe zu holen.

Fitnessuhr an einem Handgelenk zeigt die Herzfrequenz an

So bleibt das Herz lange fit

Ein gesundes Herz braucht einen gesunden Lebensstil. Und dazu gehört körperliche Aktivität ebenso wie eine gesunde Ernährung und ein achtsamer Blick auf Vitalwerte.

Das Zusammenwirken dieser Komponenten lässt sich eindrucksvoll veranschaulichen: Wer sich regelmäßig bewegt, senkt seinen Blutdruck und normalisiert seinen Blutzuckerspiegel, baut außerdem Stress ab und kann Übergewicht reduzieren.

Was Ihrem Herzen guttut

Haben Sie schon einmal von dem Begriff "herzgesunde Ernährung" gehört? Diesen gibt es aus gutem Grund. Denn die Ernährung hat maßgeblichen Einfluss auf Herz und Kreislauf. Die sogenannte Mittelmeer-Diät gilt als besonders gesundheitsfördernd.

Diese Lebensmittel sind top für ein starkes Herz:

  • Fettreicher Fisch (z. B. Lachs, Makrele)
  • Olivenöl
  • Beeren & dunkles Gemüse
  • Hafer & Vollkornprodukte
  • Nüsse & Samen (ungesalzen)
  • Knoblauch
  • Grüner Tee

Das sollten Sie meiden:

  • Transfette (z. B. in Fertigprodukten bzw. verarbeiteten Lebensmitteln)
  • Übermäßigen Zuckerkonsum
  • Stark verarbeitete Fleischprodukte

Sanfte Bewegung macht das Herz stark

Herzsport muss kein Marathon sein. Viel entscheidender ist Regelmäßigkeit. Gerade beim Risikofaktor Bluthochdruck können Sie mit moderatem Ausdauertraining viel für Ihre Herzgesundheit tun. Wählen Sie Sport- bzw. Bewegungsarten, die Ihnen Spaß machen.

Herzfreundliche körperliche Aktivitäten:

  • Zügiges Spazierengehen
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Tanzen
  • Yoga (kombiniert Bewegung & Stressreduktion)

Auch Krafttraining wie Planks, Sit-ups oder Push-ups mit z. B. je 10 bis 15 Wiederholungen eignen sich perfekt für 2 bis 3 Bewegungseinheiten pro Woche. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken. Auch kleine Verhaltensänderungen wie Treppensteigen steigern Ihr tägliches Bewegungspensum.

Stressreduktion & Schlaf als unterschätzte Herzschützer

Senken Sie Ihren Stresspegel und vermeiden Sie chronischen Stress. Denn der kann nicht nur Ihre Herzgesundheit gefährden, sondern auch andere Organe in Mitleidenschaft ziehen. Wie bereits erwähnt wirkt sich die vermehrte Produktion an Stresshormonen auch auf den Blutdruck aus. Ist dieser permanent zu hoch, schädigt das die Gefäße und steigert das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Stress reduzieren:

  • Atemübungen: Legen Sie mehrmals am Tag 3 bis 5 Minuten Pause für bewusstes, tiefes Durchatmen ein.
  • Achtsamkeitstraining: Sie müssen nicht alles gleichzeitig erledigen, nehmen Sie sich Zeit für sich selbst.
  • Entspannungstechniken: Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung kann Wunder wirken.

Im Schlaf gesund:

Ausreichend Schlaf ist extrem wichtig für die Herzgesundheit. Dafür gibt es gute Gründe.

  • Regeneration in der Nacht: Im Schlaf sinken Herzfrequenz und Blutdruck. Das entlastet Herz und Gefäße.
  • Stoffwechsel und Hormone: Schlaf reguliert Fett- und Zuckerstoffwechsel und senkt Stresshormone.

Wer dauerhaft schlecht oder zu wenig schläft, hat ein höheres Risiko für Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzinfarkt. Als optimal für einen erholsamen Schlaf gelten 6 bis 8 Stunden.

Besser schlafen:

  • Feste Schlafzeiten: Jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen.
  • Abendroutine: Mindestens 30 Minuten vor dem Schlaf keine Bildschirme, sondern lieber lesen oder Musik hören.
  • Schlafambiente: Sollte dunkel, ruhig, angenehm kühl (ca. 18 bis 20 °C) sein.
  • Koffein und Alkohol reduzieren: vor allem am Abend
  • Gedankenkarussell stoppen: Tagebuch oder Notizen können helfen, um den Kopf freizubekommen.

Vorsorge­untersuchungen: Früherkennung kann Leben retten

Stolpert mein Herz? Was ist das für ein stechender Schmerz? Habe ich nur eine falsche Bewegung gemacht oder ist mit meinem Herzen etwas nicht in Ordnung? Generell sollten solche Fragen, Vermutungen oder Ängste möglichst schnell medizinisch abgeklärt werden.

Prävention ist Herzenssache

Regelmäßige Check-ups helfen, Risikofaktoren rechtzeitig zu erkennen. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt nur altersabhängige und bestimmte Vorsorgeuntersuchungen. Zwar gibt es einige IGeL-Leistungen für Herzgesundheit. Doch hier sind Sie ohne private Krankenzusatzversicherung Selbstzahler.

Wichtige Untersuchungen für ein gesundes Herz:

  • Blutdruckmessung
  • Cholesterin & Blutzucker
  • Ruhe- und Belastungs-EKG
  • Herzultraschall (Echokardiographie)

Neue Technologien: Wie Wearables Ihre Herzgesundheit unterstützen

Smartwatches & Fitnessarmbänder bieten heute weit mehr als Schrittzähler. Mittlerweile kann die digitale Herzüberwachung dieser Helfer frühzeitig Unregelmäßigkeiten aufzeigen und Sie bei der Prävention unterstützen. Die ärztliche Einschätzung ersetzen sie aber nicht.

Smarte Funktionen für Ihr Herz:

  • Herzfrequenz-Messung
  • EKG-Funktion
  • Schlafanalyse
  • Erkennung von Vorhofflimmern

Inzwischen gibt es sogar Smart Watches, die als medizinisches Gerät für Herzfrequenz und EKG klassifiziert sind.

Wichtig: Achten Sie auf Warnsignale wie Engegefühl oder Atemnot - dann schnell ärztlich abklären lassen. Im Notfall sofort die 112 anrufen.

Vorsorge und Versicherung wirken zusammen

Trotz gesunder Lebensweise und sportlichen Aktivitäten: Niemand ist vollkommen geschützt vor Herzerkrankungen. Deshalb lohnt sich eine Absicherung, die sowohl die Prävention als auch Mehrwerte bei der medizinischen Versorgung und Behandlung abdeckt. Private Krankenzusatzversicherungen wie die der NÜRNBERGER, übernehmen z. B. Kosten für Check-ups, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht oder nur für bestimmte Altersgruppen anbietet

Was bieten private Krankenzusatz­versicherungen der NÜRNBERGER?

Wer die Möglichkeit hat, von der gesetzlichen Krankenversicherung zur privaten Krankenversicherung zu wechseln, kann als Privatpatient nebst vielen anderen Vorteilen von einem noch umfangreicheren Vorsorgekatalog mit Leistungen über die gesetzlich eingeführten Programme hinaus profitieren.

  • Altersunabhängige Vorsorgeuntersuchungen und Check-ups
  • Zugang zu Spezialisten
  • Leistungen über die gesetzliche Krankenversicherung hinaus
  • Wertvolle Gesundheitsservices, -programme und Coachings, die dabei unterstützen, die Gesundheit zu erhalten und zu verbessern