Begriff Gründe Ablauf Methoden Kosten Häufige Fragen

Wer sich über Zahnbleaching informiert, hat ein klares Ziel: die Zahnfarbe verbessern. Strahlend weiße Zähne gelten als Schönheitsideal und stehen für Gesundheit. Dafür greifen immer mehr Menschen auf die professionelle Hilfe des Zahnarztes zurück. Die Erfolge einer Zahnaufhellung sprechen für sich, die hohen Kosten für manche dagegen. Was Zahnbleaching eigentlich genau ist, welche Methoden es gibt und wie Sie Kosten vermeiden können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Begriffsdefinition "Zahnbleaching"

"Bleaching", "Zahnbleaching", "Zähne bleichen", "Zahnaufhellung" oder "Bleeching" - was ist richtig?

Wer sich über Zahnbleaching und Zahnaufhellung informiert, findet schnell unterschiedliche Begriffe. Im Prinzip stehen alle für das Gleiche, nähern sich aber aus verschiedenen Perspektiven dem Thema.

"Bleaching", "Zahnbleaching" und "Zähne bleichen" sind in der Regel die richtigen Begriffe
Wer weißere Zähne möchte und sich eine Zahnbleaching-Behandlung beim Zahnarzt überlegt, spricht meist davon. Bleaching stammt dabei aus dem Englischen und bedeutet "bleichen".

"Zahnaufhellung" ist an sich richtig, aber ungenau
Jedes Zahnbleaching ist eine Zahnaufhellung, aber nicht jede Zahnaufhellung ist ein Bleaching: Es handelt sich um einen Sammelbegriff für verschiedene Ansätze, die die Zahnfarbe verbessern sollen. Ob dies auf eine kurze, gezielte Art - wie beim Bleaching mithilfe eines Zahnarztes - geschieht oder eher mit alternativen Methoden, ist dabei nicht näher definiert.

Bei "Bleeching" handelt es sich um eine falsche Schreibweise
Gemeint ist das Wort "Bleaching": Da das Wort aus dem Englischen stammt, hat sich bei einigen Menschen diese verkehrte Schreibweise eingeschlichen. Inhaltlich meint Bleeching also das Richtige, es ist aber falsch geschrieben.

Warum eigentlich Zahnbleaching?

Kurz gesagt: Ein Zahnbleaching geschieht meist aus ästhetischen Gründen. Dunkle Zahnfarben empfinden viele Menschen als optischen Makel. Dadurch leiden Selbstwert und Lebensqualität.

Grund für Zahnbleaching: verfärbte Zähne

Zähne, die als dunkel oder gelb wahrgenommen werden, sind der Hauptgrund für ein professionelles Zahnbleaching. Zahnverfärbungen sind dabei nicht immer automatisch ein Zeichen schlechter Pflege. Es gibt vor allem drei Faktoren, die Einfluss auf die Zahnfarbe haben. Im Positiven, wie im Negativen.

Genetische Veranlagung

So einzigartig wie der Fingerabdruck, ist auch das Gebiss: Ob ein Zahn verfärbt wirkt, hat mit der Genetik zu tun. Hauttyp, Zahngröße und Zahnstellung beeinflussen die Wahrnehmung der Zahnfarbe. Zähne von dunklen Hauttypen zum Beispiel wirken deutlich weißer als bei hellen Hauttypen; der Schattenwurf eines schiefen Zahns lässt den Nachbar-Zahn dunkel wirken.

Zahnbleaching: Genetische Veranlagung

Alter und natürlicher Verschleiß

Je älter man wird, desto dunkler werden die Zähne und desto mehr Sinn macht ein Zahnbleaching. Durch den natürlichen Verschleiß wird der Zahnschmelz automatisch angegriffen, abgetragen und angeraut. Die Konsequenz: Partikel können sich leichter ablagern und die Zahnfarbe verändern.

Zahnbleaching Alter

Lebensweise und Ernährung

Was man isst und seinen Zähnen zumutet, hat natürlich ebenfalls einen Einfluss auf die Zahnfarbe. Allgemein gilt: Säurehaltige Lebensmittel rauen den Zahnschmelz auf, dadurch lagern sich leichter dunkle Partikel auf den Zähnen ab.

Zahnbleaching Ernährung

Weiße Zähne dank Zahnaufhellung: Zahnfarbe und Effekt

Um die eigene Zahnfarbe zu verbessern, entscheiden sich immer mehr für eine professionelle Zahnaufhellung beim Zahnarzt. Um wie viele Stufen die Zahnfarbe verbessert wird, sollte mit dem Zahnarzt individuell besprochen werden. Als Faustregel gilt: Nicht so hell wie möglich, sondern so hell, wie es am besten zu Alter und der Gesichtsform passt.

Zahnfarben fürs Zahnbleaching verstehen: Welche Werte gibt es?
Die Farbe eines Zahns wird in einem System abgebildet, das aus Buchstaben und Zahlen besteht (A bis D, 1 bis 4). A1 ist dabei die hellste Zahnfarbe, D4 die dunkelste. Bei einem professionellen Zahnbleaching wird Start- und Ziel-Zahnfarbe vom Profi klar definiert. Und anschließend kontrolliert.

Info: Das Zahnbleaching funktioniert leider nicht bei Zahnfüllungen oder Zahnersatz, wie z. B. Zahnkronen und Zahnbrücken.

Zahnbleaching vermeiden, Zahnfarbe erhalten: Welche Lebensmittel sind gefährlich?
Besser als ein Zahnbleaching ist es natürlich, die weißen Zähne zu erhalten. Mit regelmäßiger Pflege und der richtigen Ernährung kann das gelingen.

  • Rotwein macht die Zähne blau
  • Traubensaft macht Flecken auf den Zähnen
  • Kaffeegenuss ist schlecht für die Zahnfarbe
  • Zahnverfärbung durch schwarzen Tee
  • Tabakgenuss führt zu Zahnverfärbung

Alles zum Ablauf: Wie funktioniert Zahnbleaching?

Zahnbleaching - was passiert allgemein?

Grundsätzlich handelt es sich beim Zahnbleaching um einen klassischen Bleichprozess. Für die Zahnaufhellung wird ein Bleichmittel auf den Zahn aufgetragen, das die eingelagerten, dunklen Partikel weißer macht. Zahnbleaching gibt es zwar in verschiedenen "Trägervarianten", die Wirkungsweise an sich ist aber immer gleich. Dies gilt für:

  • Bleaching-Streifen
  • Bleaching-Schienen, gefüllt mit Bleaching-Gel
  • Bleaching-Pens
  • Bleaching-Pulver
  • Bleaching-Zahnpasta

Zahnbleaching - was passiert konkret?

Indem beim Zahnbleaching das Mittel auf die Zahnoberfläche, den Zahnschmelz, aufgetragen wird, beginnt die Reaktion: Der Wirkstoff dringt ein und setzt Sauerstoffradikale frei. Diese wiederum sorgen dafür, dass Pigmente zersetzt werden. Kurz gesagt: Die Zähne werden deutlich weißer, indem beim Zahnbleaching Oxidation stattfindet.

Damit der Bleaching-Vorgang gelingt, braucht es ein besonderes Bleichmittel: das Kerbamidperoxid. Das besteht aus 2 Teilen:

  • Karbamid sorgt dafür, dass der Wirkstoff auch wirken kann
    Das Kerbamid ist ein transparentes und geschmacksneutrales Gel, das als Trägerstoff beim Zahnbleaching eingesetzt wird. Da es selbst keine zahnaufhellende Wirkung hat, ist es nur indirekt am Bleaching beteiligt.
  • Wasserstoffperoxid sorgt dafür, dass die Zähne weiß werden
    Das Wasserstoffperoxid startet den Prozess des Zahnbleachings, der letztlich für die Trennung der Farbpigmente im Zahn sorgt. Das ist also der Stoff, der die chemische Reaktion an sich hervorruft. Und die Zähne weißer macht.

Zahnbleaching - welche Methoden gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden des professionellen Zahnbleachings. Sie unterscheiden sich in Dauer, Behandlungsort und meist auch im Behandlungserfolg.

TIPP: Egal, für welche Methode Sie sich entscheiden, empfehlen wir vorab eine professionelle Zahnreinigung. Zahnbleachings, die auf so einer Grundlage starten, sind in der Regel erfolgreicher. Die NÜRNBERGER Zahnzusatzversicherung nimmt ihnen Kosten ab – hier finden Sie mehr Informationen.

In-Office-Bleaching: Zahnaufhellung vor Ort beim Zahnarzt

Sie machen einen Termin in der Praxis des Zahnarztes und innerhalb einer Sitzung werden die Zähne weißer bzw. aufgehellt. Grundsätzlich besteht der Termin aus zwei Schritten und das Zahnbleaching dauert 1 bis 2 Stunden.

Erst die Besprechung …
Zusammen mit dem Zahnarzt wird zunächst Ihre individuelle Zahnfarbe ermittelt. Dann wird entschieden, welche Ziel-Zahnfarbe am besten zu Ihnen passt. Damit am Ende auch ein ästhetischer Gesamteindruck entsteht, ist die Beratung vom Fachmann empfehlenswert. "So weiß wie möglich" ist selten die richtige Entscheidung bei einem gutes Zahnbleaching.

… dann die Behandlung
Das Zahnbleaching startet: Erst werden die Zähne grundgereinigt, dann das Bleichmittel aufgetragen. Durch Licht und Wärme wird das Bleaching-Mittel aktiviert. Eine solche Behandlung dauert in etwa 1 bis 2 Stunden - abhängig vom Behandlungsumfang. Da das Bleichungsmittel durch Fachkräfte aufgetragen wird, darf auch eine höhere Konzentration verwendet werden als bei der nächsten Zahnbleaching-Methode, dem Home-Bleaching.

Home-Bleaching: Weißere Zähne von Zuhause aus?

Ebenfalls vom Zahnarzt gesteuert, aber selbst umgesetzt: Beim Home-Bleaching wenden Sie das Bleichmittel selbst an. Für diese Methode erstellt der Fachmann eine Zahnbleaching-Schiene, die individuell auf Ihr Gebiss abgestimmt ist. Die Schiene tragen Sie dann in regelmäßigen Abständen zu Hause. Einen großen Teil des Zahnbleachings machen Sie also selbst.

Der große Unterschied zum In-Office-Bleaching ist das Gel
Da die Anwendung des Kerbamidperoxids, also des Bleaching-Mittels, von Ihnen ohne direkte ärztliche Aufsicht erfolgt, ist die Konzentration deutlich geringer. Dadurch ist das Zahnbleaching zwar sicher, dauert aber auch länger (ca. 1 bis 2 Wochen und kann nach Bedarf weiter fortgeführt werden).

Alternative Zahnbleaching-Methoden

Neben den beiden professionellen Methoden des Zahnbleachings gibt es alternative Ansätze. Zahnbleaching-Produkte aus Drogerien, Apotheken oder dem eigenen Hausmittel-Schrank versprechen viel, der Erfolg ist aber meist gering.

Bleaching-Gel, Zahnbleaching mit Pulver, Zahnbleaching mit Hausmitteln, Bleaching-Streifen, Bleaching-Zahnpasta oder Bleaching-Pens haben einen entscheidenden Nachteil: Da sie freiverkäuflich sind, ist die Konzentration in der Regel sehr gering. Und dadurch das Ergebnis selten zufriedenstellend.

Unsere Empfehlung: Zahnbleaching nur in Absprache mit dem Zahnarzt und unter Aufsicht. Denn wenn z. B. Zahnfüllungen defekt sind oder Zahnhälse freiliegen, können bleichende Wirkstoffe in den Zahn eindringen und Entzündungen auslösen.

Was kostet das Zahnbleaching für weißere Zähne?

Allgemein sind es drei Faktoren, die hinter den Zahnbleaching-Kosten stecken und den tatsächlichen Preis einer Zahnaufhellung beeinflussen.

Zahnbleaching Kosten

Kostenfaktor 1: Die Methode beim Zahnbleaching

Das Home-Bleaching ist die günstigste Variante unter den professionellen Zahnbleaching-Methoden. Da die Hauptarbeit beim Anwender liegt, entstehen Kosten vor allem für die Erstellung der Bleaching-Schiene.
Kostenpunkt: 200 bis 500 Euro

Das In-Office-Zahnbleaching ist in der Regel teurer, dafür ist die Behandlungsdauer kürzer und der Erfolg größer.
Kostenpunkt: 400 bis 700 Euro

Alternative Zahnbleaching-Methoden sind zwar preiswert, aber meist nicht effektiv. Durch die geringe Konzentration des Bleaching-Mittels und der fehlenden Betreuung ist das Risiko hoch und das Ergebnis fraglich.
Kostenpunkt: meist unter 100 Euro

Kostenfaktor 2: Der Umfang der Zahnaufhellung

Die Arztpraxis berechnet den Aufwand pro Zahn. Deshalb entscheiden sich Patienten oft dafür, nur die sichtbaren Frontzähne durch ein Zahnbleaching aufhellen zu lassen. Somit hängen die tatsächlichen Kosten also vom Umfang der Zahnaufhellung ab. Für Sie bedeutet das konkret:

  • Zahnmenge beachten
    Je mehr weißere Zähne Sie möchten, desto mehr kostet das Zahnbleaching.
  • Ziel-Zahnfarbe bedenken
    Je weißer die Zähne werden sollen, desto höher sind die Kosten für das Zahnbleaching.

Achtung: Kosten, die häufig in der Kalkulation vergessen werden, sind die für eine professionelle Zahnreinigung vorab. Unsere Zahnzusatzversicherung bezuschusst zwischen 100 und 200 Euro.

Kostenfaktor 3: Die Preise der Zahnarztpraxis für weißere Zähne

Zahnarztpraxen gestalten ihre Preise individuell. Die Kosten sind von Praxis zu Praxis also unterschiedlich. Sie setzen sich aus der Erfahrung, der Ausbildung und der Nachfrage zusammen.

Tipp: Damit die Entscheidung für ein Zahnbleaching nicht zur Geld- bzw Budgetfrage wird, empfehlen wir die NÜRNBERGER Zahnzusatzversicherung. Sie bezuschusst sowohl das Zahnbleaching als auch die empfohlene, professionelle Zahnreinigung im Vorfeld.

Zähne aufhellen, Geld sparen: Zahnbleaching dank Zahnzusatzversicherung

Die Zahnzusatzversicherung der NÜRNBERGER Versicherung vermindert den Eigenanteil für das Zahnbleaching. Doppelt praktisch für Sie: Da unser Zuschuss sowieso nur für Zahnbleaching in einer zahnärztlichen Praxis beziehungsweise zahnärztlich begleitetes Bleaching gilt, können Sie sich ruhigen Gewissens für die Betreuung vom Profi entscheiden.

Je nach Tarif der NÜRNBERGER Zahnzusatzversicherung können Sie bis zu 200 EUR innerhalb von 2 Kalenderjahren für zahnaufhellende Maßnahmen - wie das Zahnbleaching - bekommen.

Häufige Fragen zum Zahnbleaching

  • Was kostet das Zahnbleaching beim Zahnarzt?

    Je nach Behandlungsart, Umfang und Praxis liegen die Kosten für ein professionelles Zahnbleaching vom Zahnarzt bei 200 bis 700 Euro. Home-Bleaching ist in der Regel etwas günstiger als das In-Office-Bleaching in einer Praxis.

  • Übernimmt die Zahnzusatzversicherung das Zahnbleaching?

    Manche nicht, wir schon: Die Zahnzusatzversicherung der NÜRNBERGER Versicherung bezuschusst eine professionelle Zahnreinigung und das Zahnbleaching mit bis zu 200 Euro.

  • Wie werden verfärbte Zähne wieder weiß?

    Der Hauptgrund für die Verfärbung ist meist die Einlagerung von dunklen Partikeln. Durch das Vermeiden mancher Lebensmittel und einem professionellen Zahnbleachings werden die Zähne wieder weiß.

  • Wie lange hält die Wirkung des Zahnbleachings an?

    Abhängig von der eigenen Genetik, dem angewendeten Verfahren und der Lebensweise behält ein Zahnbleaching für 2 bis 4 Jahre seinen Effekt.

  • Welche Nebenwirkungen hat das Zahnbleaching?

    Ist der Zahn gesund, gibt es quasi keine Nebenwirkungen. Um die Zahngesundheit allerdings vorab festzustellen, ist die Betreuung, Behandlung und Kontrolle durch einen Zahnarzt klar zu empfehlen. Sollte es Risse oder Defekte im Zahn geben, kann das Zahnbleaching zu Entzündungen, Reizungen des Nervs und Schmerzen führen.

  • Wie häufig können Zähne gebleicht werden, ohne diesen zu schaden?

    Für einen gesunden Zahn gibt es keine Obergrenze für die Anzahl der Zahnbleaching-Vorgänge. Wenn gewünscht oder nötig, kann der Zahn jederzeit wieder gebleicht werden.

  • Wie gut sind Zahnbleaching-Sets aus Apotheken und Drogerien?

    Da die Bleaching-Sets meist ein Bleichmittel mit sehr niedriger Konzentration enthalten, ist das Risiko für den Anwender gering. Aber ebenso auch die Aussicht auf den gewünschten Erfolg. Um die Zähne zielgerichtet aufzuhellen, ist ein professionelles Zahnbleaching beim Zahnarzt besser.

  • Welche Lebensmittel sorgen für Zahnverfärbungen?

    Besonders stark verfärbt werden Zähne durch Rotwein, Traubensaft, Kaffee, schwarzen Tee, Speisen mit Safran und Tabakrauch. Säurehaltige Lebensmittel greifen den Zahnschmelz an, dieser wird aufgeraut und Farbpigmente lagern sich ab.

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