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Drohnen werden immer beliebter. Einfach auf gut Glück losfliegen lassen sollte man sie aber nicht. Denn für die unbemannten Flugobjekte gelten bald strengere Vorschriften. Hier finden Sie alle Infos über das neue "Drohnengesetz".

Die Welt von oben sehen - seit einigen Jahren muss man dafür nicht mehr in ein Flugzeug steigen, sondern kann mit Drohnen den Luftraum vom Boden aus erkunden. Die zum Teil mit Kameras ausgestatteten Flugkörper lassen sich bequem steuern und sind immer günstiger zu haben. Weil der Verkauf boomt, steigt auch die Unfallgefahr am Himmel.

Neben den vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten gibt es auch einige Risiken und Regeln, die zu beachten sind. So gelten für Drohnen- und Modellflugzeugpiloten bald strengere Vorschriften als bisher. Denn das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sieht in der Beliebtheit der Flugmodelle neue Gefahren, zum Beispiel durch Kollisionen oder Abstürze. Auch die Privatsphäre soll durch die neue Regelung besser geschützt werden.


Zu den entscheidenden Änderungen zählt, dass künftig an allen Drohnen, die mehr als 250 g wiegen, eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers angebracht sein muss - unabhängig davon, ob sie privat oder gewerblich genutzt werden. Damit können im Schadenfall die Verursacher schnell ermittelt werden. Hat die Drohne zusätzlich eine Kamera an Bord, darf damit nicht mehr über Wohngebiete geflogen werden. Außerdem brauchen Piloten, die eine mehr als 2 Kilogramm schwere Drohne steuern, grundsätzlich eine Art "Führerschein", den sogenannten Kenntnisnachweis.

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Brauche ich für meine Drohne eine spezielle Versicherung?


Sie sollten auf jeden Fall vor dem ersten Flug prüfen, ob Sie einen ausreichenden Versicherungsschutz haben. Denn wer mit seiner Drohne einen Schaden verursacht, z. B. durch Kollision, wird dafür haftbar gemacht. Und das kann teuer werden. Seit 2005 ist eine Haftpflichtversicherung für unbemannte Flugobjekte sogar gesetzlich vorgeschrieben.

So steuern Sie Ihre Drohne sicher durch den Luftraum:

  • Was unterscheidet ein Flugmodell von einem unbemannten Luftfahrtsystem?

    Bei ferngesteuerten Fluggeräten unterscheidet der Gesetzgeber zwischen "Flugmodellen" und "unbemannten Luftfahrtsystemen": Drohnenpiloten sollten wissen, zu welcher Art ihr Fluggerät gehört. Denn es gelten unterschiedliche Vorschriften und Bedingungen. So ist die Nutzung von Flugmodellen im Allgemeinen weniger eingeschränkt. Laut Definition des BMVI hängt es vom Zweck ab, zu welcher Art die Drohne gehört: Liegt er im Bereich Sport und Freizeitgestaltung, gelten die weniger strengen Vorschriften für Flugmodelle. Ist der Zweck hingegen gewerblicher oder sonstiger Natur, handelt es sich um ein unbemanntes Luftfahrtsystem.

  • Wann brauche ich eine Aufstiegsgenehmigung?

    Wird die Drohne gewerblich genutzt, fliegt sie bei Nacht und/oder wiegt sie mehr als 5 kg, brauchen Sie eine Aufstiegsgenehmigung der zuständigen Landesluftfahrtbehörde. Diese gibt es entweder für Einzelflüge oder für einen befristeten Zeitraum, z. B. von mehreren Jahren. Solche Genehmigungen sind gebührenpflichtig - die Höhe ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

    Wenn Sie eine solche Aufstiegsgenehmigung haben möchten, müssen Sie zudem nachweisen, dass Sie zum Steuern einer Drohne geeignet sind. Dieser Kenntnisnachweis kann durch
    a) eine gültige Pilotenlizenz oder
    b) eine Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich) erfolgen.

  • Dokumentation ist Pflicht bei gewerblichen Flügen.

    Drohnenpiloten müssen jeden gewerblichen Flug dokumentieren. Hierfür gibt es fertige Flugbücher, die schon alle notwendigen Infos beinhalten. Oder Sie erstellen sich ein eigenes Flugbuch, z. B. über ein Tabellenprogramm. 2 Jahre sind die Aufzeichnungen aufzubewahren und der Luftfahrtbehörde auf Verlangen vorzulegen.

  • Gewerbliche Flüge anmelden.

    Dient die Drohne einem gewerblichen Zweck, muss jeder Flug bei der Polizei oder den jeweiligen Ordnungsämtern angemeldet werden. Das geht in der Regel einfach über eine E-Mail, in der Sie den geplanten Flug ankündigen. Ist die Drohne mit Kamera ausgestattet, dürfen Sie Fotos von Grundstücken und Häusern natürlich nur mit Erlaubnis des Eigentümers machen.

  • Wo kann ich meine Drohne problemlos fliegen lassen?

    Auch gewerbliche Drohnenpiloten können ihr Fluggerät ganz unproblematisch auf ausgewiesenen Modellflugplätzen oder auf dem eigenen Grundstück steigen lassen - sofern dieses nicht in einer ausgewiesenen Flugverbotszone liegt, z. B. in unmittelbarer Nähe eines Flughafens. Auf fremden Grundstücken brauchen Sie die Einwilligung des Eigentümers, wenn Sie Ihre Drohne dort starten bzw. landen möchten.

  • An welchen Orten sind Drohnen grundsätzlich verboten?

    Verbotszonen für Drohnen gibt es sehr viele - dazu gehören beispielsweise internationale Flughäfen in einem Umkreis von 1,5 Kilometern. Auch Wohngebiete, Atomkraftwerke, Regierungsviertel, Menschenansammlungen, Industrieanlagen, Katastrophengebiete, Unfallorte sowie militärische Anlagen sind für private Drohnen grundsätzlich verboten. Allerdings sind die Vorschriften von Bundesland zu Bundesland verschieden.

  • Wie hoch und weit dürfen Drohnen fliegen?

    In Deutschland dürfen Drohnen ausschließlich über Sichtkontakt gesteuert werden. Damit liegt die maximal mögliche Entfernung bei ca. 100 Metern. Es sind dabei keinerlei Hilfsmittel wie Ferngläser und Nachtsichtgeräte erlaubt - auch die Steuerung der Drohne über eine Bordkamera mit Livestream-Funktion ist nicht zulässig.

Bundesverkehrsminister Dobrindt zur neuen "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten":


"Drohnen bieten ein großes Potenzial - privat wie gewerblich. Immer mehr Menschen nutzen sie. Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen. Für die Nutzung von Drohnen sind deshalb klare Regeln nötig. Um der Zukunftstechnologie Drohne Chancen zu eröffnen und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich zu erhöhen, habe ich eine Neuregelung auf den Weg gebracht. Neben der Sicherheit verbessern wir damit auch den Schutz der Privatsphäre."