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Zahnärztliche Leistungen und Zahnersatz sind teuer. Erfahren Sie, wie Sie mit einer Zusatzversicherung Geld sparen können und worauf Sie beim Vertragsabschluss achten sollten.

Nicht nur Spritze und Bohrer machen den Zahnarztbesuch unangenehm - sondern oft auch die hohen Kosten. Zahnersatz gehört zwar zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), doch umfassen diese lediglich einen geringen Zuschuss. Seit 2005 zahlt die GKV nur noch sogenannte "befundbezogene Festzuschüsse". Das heißt, dass sich die Zuzahlung nicht nach der Behandlungsmethode richtet, sondern ausschließlich nach dem Befund.

Ein Beispiel: Ein Zahn muss gezogen werden. Eine Brücke gilt als Regelversorgung und wird von der GKV zu 50 % erstattet. Entscheiden Sie sich für eine hochwertigere Behandlung, etwa ein Implantat, steigen die Eigenkosten deutlich an - denn der Zuschuss der GKV bleibt unverändert. Die Zahlen machen die Unterschiede deutlich: Eine Brücke von Zahn zu Zahn kostet rund 1.200 EUR. Davon übernimmt die GKV 560 EUR, Ihr Eigenanteil beläuft sich auf 640 EUR. Ein modernes Implantat, das fest im Kieferknochen verankert ist, kostet rund 2.500 EUR. Da es nicht der gesetzlichen Regelversorgung entspricht, bleibt der Zuschuss der GKV unverändert bei 560 EUR.

Laut einer Studie hat jeder 8. Deutsche eine Zahnlücke, weil die finanziellen Mittel für die Behandlung fehlen. Umso wichtiger ist die private Vorsorge in Form einer Krankenzusatzversicherung für Implantate und Zahnersatz. Allerdings gilt es, die Details zu prüfen. Viele Versicherer bieten verschiedene Tarife beziehungsweise Tarifpakete an - mit der Beitragshöhe steigen auch die Leistungen. Ein Basistarif zu günstigen Konditionen sollte mindestens den Festzuschuss, den die GKV zahlt, in gleicher Höhe aufstocken. Entscheiden Sie sich für eine Regelbehandlung, entfällt somit Ihr Eigenanteil. Bei einer hochwertigeren Behandlung wie dem Einsatz eines Implantats zahlen Sie zwar weiterhin einen Eigenanteil - dieser sinkt mit einer Krankenzusatzversicherung aber deutlich.

Andere Tarife übernehmen sogar bis zu 80 % Ihrer Zahnarztrechnung. Und zwar auch dann, wenn Sie sich statt für die Regelversorgung für ein teureres Implantat oder ein Inlay entscheiden.

Ein Beispiel: Wird Ihnen ein Implantat für 2.500 EUR eingesetzt, zahlen Sie ohne Zahnzusatzversicherung rund 1.940 EUR selbst. Im Basis-Tarif der NÜRNBERGER Zahnzusatzversicherung, die den Festzuschuss der GKV verdoppelt, sinken Ihre Kosten auf 1.380 EUR. Und im Komfort-Tarif, der Sie beim Zahnarzt zum Privatpatienten macht, sinkt Ihr Anteil sogar um 1.440 EUR - und Sie zahlen am Ende lediglich 500 EUR aus eigener Tasche.

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Zahnarzt Zahnzusatzversicherung
Beim Zahnarzt fallen schnell hohe Kosten an - deswegen entscheiden sich viele Patienten gegen die bestmögliche Behandlung.

Auch Prophylaxe und kieferorthopädische Leistungen sorgen für hohe Arztrechnungen. Informieren Sie sich deshalb vor Abschluss einer Versicherung über weitere Leistungen Ihres Tarifs. Eine professionelle Zahnreinigung kostet im Schnitt 100 EUR. Diese Kosten werden von vielen Versicherern voll erstattet, wenn Sie 1-mal jährlich eine Zahnreinigung beanspruchen und die GKV dafür nicht zahlt. Auch medizinisch notwendige Parodontose- und Wurzelbehandlungen können in Ihrem Versicherungspaket enthalten sein. Und das zahlt sich in vielen Fällen aus, denn mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland leidet unter Parodontose.

Für die oft sehr teuren kieferorthopädischen Behandlungen bei den eigenen Kindern kommen entsprechende Tarife ebenfalls auf.

Für Zusatzleistungen wie diese bietet die NÜRNBERGER den Premium-Tarif für Zahnvorsorge. Sie übernimmt die Kosten für medizinisch notwendige Wurzel- und Parodontosebehandlungen sowie für eine Zahnreinigung pro Jahr (bis zu 100 EUR). Für Kieferorthopädie bei Kindern und Jugendlichen übernimmt der Premium-Tarif 80 % der Kosten und insgesamt bis zu 2.000 EUR. Auch dann, wenn kein Anspruch gegenüber der GKV besteht.

Bevor Sie einen Vertrag für eine Zahnzusatzversicherung abschließen, sollten Sie sich mit den Konditionen auseinandersetzen. Der Versicherer schaut nämlich genau hin, wann und mit welcher Krankengeschichte Sie Ihren Antrag stellen. Im Schnitt beträgt die Wartezeit 8 Monate. Das heißt, dass Sie vor Ablauf dieser Zeit keine Leistungen erhalten. Auch, wenn der Zahnarzt bereits zu einer Behandlung geraten hat oder Sie behandelt werden, zahlt der Versicherer nicht. Die Wartezeiten entfallen in der Regel nur dann, wenn Ihre Zähne bei einem Unfall Schaden genommen haben. Daher sollten Sie sich rechtzeitig um Ihre Zahnzusatzversicherung kümmern.

Höheres Honorar für gleiche Leistung: die Gebührenordnung von 2012.

Im Januar 2012 trat die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) in Kraft. Seitdem dürfen die Ärzte ein höheres Honorar für ihre Leistungen verlangen. Außerdem wurden häufige Leistungen wie Kunststofffüllungen und Zahnreinigungen in das Gebührenverzeichnis aufgenommen. Der Zuschuss der GKV hat sich dagegen kaum erhöht - somit sind die Eigenkosten der Patienten weiter gestiegen.

Häufige Fragen rund um die Zahnzusatz­versicherung:

  • Welche Vorteile hat eine Zahnzusatz­versicherung gegenüber der GKV?

    Die GKV übernimmt maximal 50 % der Kosten einer zahnärztlichen Behandlung - und zwar auf Basis der Regelversorgung. Wer eine hochwertigere Behandlung anstrebt, muss den Löwenanteil selbst zahlen. Der Zuschuss der Krankenkasse bleibt unverändert. Mit einer Krankenzusatzversicherung für Zahnersatz übernimmt der Versicherer 80 bis 90 % der Kosten. Bei Behandlungen auf Basis der Regelversorgung fällt der Eigenanteil meist komplett weg.

  • Ab wann sollte ich eine Zahnzusatz­versicherung in Betracht ziehen?

    Im besten Fall früh - aber nicht zu früh. Hier gilt es abzuwägen: Viele Menschen werden ab dem 40. Lebensjahr mit Zahnersatz konfrontiert. Daher liegt das ideale Alter für eine Krankenzusatzversicherung für Zahnersatz zwischen 30 und 40 Jahren. Wer länger wartet, muss mit höheren Beiträgen rechnen.

  • Wann ist es zu spät für eine Zahnzusatz­versicherung?

    Nur in sehr seltenen Fällen wird Sie eine Versicherung aufgrund schlechter Zähne ablehnen. Doch bedenken Sie, dass die Beiträge im Alter ansteigen. Für laufende Behandlungen zahlt der Versicherer nicht, ebenso wenig, wenn der Zahnarzt bereits eine Behandlung empfohlen hat.

  • Worauf sollte ich vor dem Vertragsabschluss achten?

    Die Angebote der Versicherer variieren stark, deswegen sollten Sie die Konditionen genau prüfen: Ab wann fließt im Leistungsfall das erste Geld? Ist auch eine Kostenübernahme bei zahnärztlicher Prophylaxe eingeschlossen? Außerdem müssen Sie Fragen zu Ihren bisherigen Zahnbehandlungen beantworten. Hier gilt: Seien Sie ehrlich! Im Leistungsfall prüft der Versicherer Ihre Angaben erneut und kann bei Falschaussagen Zahlungen verweigern.

Nach einer Zahnarztbehandlung flattert oft eine hohe Rechnung ins Haus. Denn die GKV zahlt nur noch befundbezogene Festzuschüsse - und diese decken lediglich 50 % der Kosten einer Regelversorgung. Wer eine hochwertigere Behandlung wünscht, zahlt die Zusatzkosten selbst. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt bis zu 80 % der Kosten für Zahnersatz und bis zu 100 % für Prophylaxe und kieferorthopädische Leistungen. Je nach Tarif. Für viele Patienten rechnet sich eine Zahnzusatzversicherung daher langfristig.