Was ist Migräne? Ursachen Behandlungen Häufige Fragen

Was ist Migräne?

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die häufig von stechenden, pulsierenden oder pochenden Kopfschmerzen begleitet wird. Typischerweise erleben Migränepatienten intensive Schmerzen auf einer Seite des Kopfes, oft begleitet von anderen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und Lärmempfindlichkeit.

Etwa 20 % der Betroffenen haben außerdem eine sogenannte Migräne-Aura, die als Sehstörung den Kopfschmerzen vorausgeht. Ein Migräneanfall kann von einigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen dauern und verursacht häufig erhebliche Einschränkungen im täglichen Leben. In diesem Ratgeberartikel betrachten wir genauer, welche Ursachen Migräne haben kann, welche typischen Symptome dabei auftreten und wie man sie behandeln kann.

Welche Ursachen kann Migräne haben?

Die genauen Ursachen von Migräne sind noch nicht vollständig erforscht. Experten gehen davon aus, dass eine Kombination aus Umwelt- und genetischen Faktoren eine Rolle dabei spielen. Zu den möglichen Auslösern für Migräneanfälle gehören z. B. hormonelle Veränderungen, bestimmte Lebensmittel und Getränke (wie Koffein und Alkohol), Stress, Schlafmangel, starke Gerüche, laute Geräusche und intensive visuelle Reize.

Welche Symptome zeigen sich bei einem Migräneanfall?

Die Symptome einer Migräne können von Person zu Person variieren, aber typische Anzeichen sind:

  • Pulsierende, stechende oder pochende Kopfschmerzen, häufig auf einer Seite des Kopfes
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Lichtempfindlichkeit (Photophobie) und Lärmempfindlichkeit (Phonophobie)
  • Verschlimmerung der Symptome bei körperlicher Aktivität
  • Aura-Symptome (bei Migräne mit Aura): Sehstörungen mit Flimmersehen, z. T. auch mit Sensibilitäts- oder Sprachstörungen

Was ist eine Migräne mit Aura?

Etwa 20 % der Migränepatienten erleben sogenannte Migräne mit Aura. Eine Aura ist eine neurologische Störung, die vor oder während eines Migräneanfalls auftritt. Sie kann visuelle Veränderungen wie flackernde Lichter, verschwommene Sicht oder blinde Flecken umfassen. Aura-Symptome können auch sensorische Veränderungen wie Kribbeln oder Taubheit in bestimmten Körperbereichen beinhalten. Die Dauer der Aura variiert, kann aber bis zu einer Stunde dauern. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder Migränepatient Aura-Symptome hat.

Was hilft gegen Migräne?

Glücklicherweise gibt es verschiedene Ansätze, um Migräne zu lindern - sowohl mit als auch ohne Medikamente - alternativ oder schulmedizinisch. Wichtig zu wissen: Nicht jede Methode ist bei jedem Menschen gleich gut wirksam. Mit einigem Experimentieren lässt sich aber die individuell passende Behandlung finden. Im Zweifel sollte man immer einen Arzt konsultieren.

Migräne medikamentös behandeln

Grundsätzlich gilt: Schmerzmittel versprechen häufig nur eine kurze Linderung und sollten nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.

  • Schmerzmittel: Over-the-Counter-Medikamente wie Acetylsalicylsäure (Aspirin), Ibuprofen oder Paracetamol können bei milden bis moderaten Migräneanfällen Linderung verschaffen.
  • Triptane: Triptane sind spezielle verschreibungspflichtige Medikamente, die bei der Linderung von Migränekopfschmerzen wirksam sein können, indem sie die Blutgefäße verengen und Entzündungen im Gehirn reduzieren.
  • Ergotamin: Ergotamin-Präparate sind eine andere Option für die Behandlung von Migräne. Sie wirken ähnlich wie Triptane.

Person schüttet mehrere weiße Tabletten auf Handfläche aus

Migräne nicht-medikamentös behandeln

  • Entspannungstechniken: Stress kann Migräneanfälle auslösen. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung sind gut geeignet, Stress abzubauen und damit Migräne zu lindern.
  • Biofeedback: Diese Methode ermöglicht es den Betroffenen, mithilfe von Sensoren Körperfunktionen wie Muskelspannung und Herzfrequenz zu überwachen und zu kontrollieren. Damit lassen sich Migräneanfälle in vielen Fällen reduzieren.
  • Änderungen des Lebensstils: Eine gesunde Lebensweise, ausreichend Schlaf, regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung können ebenfalls dazu beitragen, Migräne zu reduzieren.

Alternative Heilmittel und Hausmittel bei Migräne

  • Akupunktur: Akupunktur stimuliert bestimmte Punkte im Körper, was Migräne lindern oder gar vorbeugen kann.
  • Pfefferminzöl: Das Auftragen von Pfefferminzöl auf die Stirn hat häufig eine lindernde Wirkung auf Spannungskopfschmerzen.
  • Magnesium: Einige Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Magnesiumpräparaten Migräneanfälle reduzieren kann. Es ist jedoch ratsam, vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln Rücksprache mit einem Arzt zu halten.

Kosten für alternative Heilmethoden senken

Mit einer ambulanten Zusatzversicherung können Sie Ihre Kosten für Migränebehandlungen wie Akupunktur, Osteopathie und weitere Naturheilmethoden um bis zu 600 EUR pro Jahr senken. Allerdings nur, wenn Sie die Versicherung bereits vor einer Migränediagnose abgeschlossen haben.

Häufige Fragen zum Thema Migräne:

  • Kann Migräne geheilt werden?

    Derzeit gibt es keine wirkliche Heilung für Migräne, aber eine effektive Behandlung kann die Häufigkeit und Schwere der Anfälle reduzieren. Generell gilt, dass Entspannung und Stressreduzierung wichtig sind, um Migräne vorzubeugen.

  • Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

    Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Migräneanfälle regelmäßig und schwerwiegend sind, wenn sie sich plötzlich verändern oder wenn sie von anderen ungewöhnlichen Symptomen begleitet werden.

  • Kann ich Migräneanfällen vorbeugen?

    Das Vermeiden von Auslösern, eine gesunde Lebensweise, ausreichend Schlaf und Stressmanagement können dazu beitragen, Migräneanfälle zu reduzieren.

  • Sind Migräne und Spannungskopfschmerzen dasselbe?

    Nein, Migräne und Spannungskopfschmerzen sind zwei verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Migräne ist häufig pulsierend, auf einer Seite des Kopfes und wird oft von anderen Symptomen wie Übelkeit und Lichtempfindlichkeit begleitet. Spannungskopfschmerzen sind eher dumpf und drückend, können den ganzen Kopf betreffen und sind normalerweise nicht von Übelkeit begleitet. Es ist wichtig, zwischen den beiden Arten von Kopfschmerzen zu unterscheiden, da die Behandlung unterschiedlich sein kann.

  • Was hilft schnell gegen Migräne?

    In einem akuten Migräneanfall kommt es auf eine schnelle Linderung der Schmerzen an. Die schnellste Methode ist oft die Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol. Bei schwereren Migräneanfällen könnten verschreibungspflichtige Triptane eine bessere Option sein, um die Symptome schnell zu reduzieren.

    Eine Einnahme sollte jedoch mit dem behandelnden Arzt im Vorfeld abgestimmt worden sein. Wichtig ist, diese Medikamente möglichst frühzeitig einzunehmen, idealerweise, sobald erste Anzeichen eines Migräneanfalls zu spüren sind. Zusätzlich können Ruhe in einem abgedunkelten Raum, das Auftragen von kalten Kompressen auf die Stirn und Entspannungstechniken helfen, die Beschwerden zu lindern.

  • Gibt es Hausmittel gegen Migräne?

    Es gibt einige Hausmittel, die Migräne lindern können:

    • Pfefferminzöl: Das Auftragen von Pfefferminzöl auf die Schläfen oder die Stirn hilft vielen Menschen, Migräne zu lindern.
    • Entspannung: Entspannungstechniken wie Meditation, progressive Muskelentspannung oder Yoga können dazu beitragen, Stress abzubauen und Migräne zu lindern.
    • Akupressur: Die Stimulation bestimmter Akupressur-Punkte kann bei einigen Menschen dazu beitragen, Migräne zu reduzieren.
    • Ingwertee: Ingwer hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann bei manchen Menschen dazu beitragen, Migräneanfälle zu mildern.
    • Lavendelöl: Der Duft von Lavendelöl kann beruhigend wirken und bei einigen Menschen Migräne-Symptome lindern.

    Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jedes Hausmittel bei jedem wirkt und nicht die Notwendigkeit einer umfassenden Behandlung durch einen Arzt ersetzt. Deshalb sollte man immer auf die Reaktion des Körpers achten und im Zweifelsfall einen Arzt konsultieren.

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