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Viele fragen nach dem Unterschied zwischen einer Hausrat- und einer Haftpflicht­versicherung. Der lässt sich ganz einfach erklären.

Mit einer Hausratversicherung sichern Sie Ihr Hab und Gut ab. Kommt es etwa in Ihrer Wohnung zu einem Wasserrohrbruch oder läuft ein Aquarium aus, kommt die Hausratversicherung für den entstandenen Schaden an losen Teppichen, Möbeln oder Kleidung auf. Auch im Falle eines Wohnungs- oder Hausbrands sowie nach einem nachweisbaren Einbruch zahlt die Versicherung. Allerdings übernimmt die Hausratversicherung lediglich den Schaden an "beweglichen Gegenständen". Dazu gehören sämtliche Wertsachen sowie Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände.

Die Hausratversicherung kommt dagegen nicht für Schäden auf, die direkt am Gebäude oder an fest verbauten Objekten entstanden sind. Dazu zählen etwa Fliesen, Badewannen, Türen, Fenster und Parkettböden. Für Schäden dieser Art ist eine Wohngebäudeversicherung zuständig. Diese wird jedoch meist vom Vermieter abgeschlossen. Verursachen Sie als Mieter Schäden an den genannten Gebäudebestandteilen in der Wohnung, so ist das ein Fall für Ihre private Haftpflichtversicherung.

Hausratversicherung Einbruchdiebstahl
Eine Hausratversicherung kommt unter anderem für den Schaden durch einen Einbruchdiebstahl auf.

In einer Hausrat­versicherung abgesichert sind:

  • Wohnungseinrichtungen wie Schrank, Bett, Fernseher, Couch, Esstisch und Beleuchtung
  • Wertgegenstände wie Kunstwerke, echte Teppiche, Antiquitäten, Gegenstände aus Gold und Silber, Urkunden, Sparbücher, Wertpapiere, Schmuck, Edelsteine, Pelze
  • Gebrauchsgegenstände wie Besteck, Küchengeräte, Geschirr, Werkzeug, Kleidung
  • Verbrauchsgegenstände wie Getränke, Speisen und Vorräte
  • Private Gegenstände in Ferienwohnungen, Hotels und am Arbeitsplatz

Laut Verbraucherschützern ist eine private Haftpflichtversicherung die wichtigste Versicherung überhaupt. Sie deckt Forderungen Dritter ab. Dabei geht es nicht nur um verhältnismäßig kleine Schäden, wie Rotweinflecken auf dem Teppich oder ein zerstörtes Smartphone.

Besonders wichtig ist die private Haftpflicht dann, wenn andere Menschen Ihretwegen zu Schaden kommen. Wenn Sie zum Beispiel in der Abflughalle eines Flughafengebäudes versehentlich jemanden umrennen und dieser sich dabei einen Bruch zuzieht, kann es teuer für Sie werden. Denn Sie müssen für sämtliche Kosten aufkommen. Das können zum einen Behandlungskosten sein, zum anderen aber auch eine Entschädigung für die ins Wasser gefallene Urlaubsreise der geschädigten Person.

Haftpflichtversicherung Sachschaden
Wenn Sie Dritte schädigen, kommt Ihre private Haftpflichtversicherung dafür auf.

In diesen Fällen greift die Haftpflicht­versicherung:

  • Personenschäden: Zum Beispiel wenn Sie mit einem Radfahrer kollidieren und dieser dabei verletzt wird, oder wenn jemand im Winter auf dem Gehweg vor Ihrem Hauseigentum stürzt, weil Sie nicht gestreut haben.
  • Sachschäden: Wenn Sie etwa in der Wohnung eines Bekannten Rotwein verschütten, Ihr Kind einen Fußball durch die Fensterscheibe des Nachbarn kickt, oder Sie mit Ihrem Gepäck die Kamera eines Mitreisenden beschädigen.
  • Mietsachschäden: Wenn Sie in Ihrer Mietwohnung festverbaute Objekte wie Böden, Türen und Fenster beschädigen.
  • Vermögensschäden: Wenn der finanzielle Schaden für eine dritte Person ein reiner Vermögensschaden ist, da weder die dritte Person noch eine Sache der dritten Person beschädigt wurde.

Im Alltag kann immer etwas passieren. Ob Ihnen persönlich etwas zustößt, Ihr Eigentum beschädigt wird oder Sie jemand anderen schädigen - am Ende geht es immer um viel Geld. Für nur wenige Euro pro Monat bekommen Sie jedoch schon einen umfassenden Versicherungsschutz, der Ihre materiellen Güter absichert und berechtigten Forderungen Dritter nachkommt.