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Bei Einbruch ersetzt die Hausrat­versicherung den Wert von gestohlenen Einrichtungsgegen­ständen, Wertsachen und kommt für Beschädigungen (Folgeschäden) auf. Darunter fallen nicht nur die entwendeten Gegenstände, sondern auch die Kosten, die durch Aufräum- und Reparaturarbeiten nach dem Einbruch entstehen.

Bei der Hausratversicherung handelt es sich um eine Sachversicherung. Sie schließt den Großteil der in einer Wohnung befindlichen Gegenstände (Hausrat) wie Möbel, Elektronik und Wertsachen ein. Die Hausrat­versicherung leistet bei einer Vielzahl von Schadenursachen wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel - aber auch bei Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt stetig
Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt stetig. Eine Hausratversicherung kann hier sinnvollen Schutz bieten.

Der Hausrat wird in der Regel zum Wiederbeschaffungswert versichert. Das ist die Summe, die der Geschädigte für den Ersatz der gestohlenen bzw. beschädigten Gegenstände im neuwertigen Zustand bezahlen müsste. Des Weiteren kommt die Versicherung für Reparaturkosten bei aufgebrochenen Fenstern und Türen sowie für die Beseitigung von Vandalismusschäden auf. Sollte die Wohnung zwischen­zeitlich wegen Instandsetzungs­reparaturen nicht bewohnbar sein, zahlt die Hausratversicherung auch die Übernachtungskosten im Hotel.

Eine einfache Hausratversicherung deckt oft nicht alles ab. Wird ein Schaden durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit (z. B. Schlüssel verloren) herbeigeführt, kann es sein, dass die Versicherung nicht zahlt. Auch Schäden, die durch Trickbetrug oder Kreditkarten­missbrauch entstehen, sind meist nicht mitversichert. Die NÜRNBERGER Hausratversicherung bietet umfassenden Schutz und sichert auch viele irreguläre Schadenfälle wie Phishing-Schäden, Diebstahl aus dem Auto oder grobe Fahrlässigkeit mit ab.

Die häufigsten Irrtümer zum Thema Einbruch.

  • Offen herumliegendes Geld kann Täter besänftigen.

    Wer absichtlich Geld herumliegen lässt und hofft, die Einbrecher damit zufriedenzustellen und zur Umkehr zu bewegen, irrt. Der Täter wird eher davon ausgehen, dass noch mehr zu holen ist, und weitersuchen.

  • Einbrüche passieren hauptsächlich nachts.

    Laut einer Studie des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geschehen gut 70 % der Einbrüche zwischen 10 und 20 Uhr. Täter schlagen am liebsten zu, wenn die Bewohner außer Haus sind. Nur in 20 % aller Fälle sind die Opfer anwesend.

  • In oberen Stockwerken wird kaum eingebrochen.

    Ganz im Gegenteil: Gerade die oberen Stockwerke eines Mehrfamilienhauses sind für Einbrecher reizvoll, da sie bei ihrem Einbruchversuch weniger häufig gestört werden.

  • Einbrecher sind schwarz gekleidete Männer mit großen Taschen und Sturmhaube.

    Einbrecher sind darauf bedacht, möglichst unauffällig zu erscheinen und nach getaner Arbeit schnell und unbemerkt zu verschwinden. Gestohlen wird hauptsächlich, was in Jackentaschen passt wie z. B. Bargeld, Schmuck oder Smartphones. Auch Laptops sind beliebt, ein Fernseher dagegen ist meist zu unhandlich. Auch wenn hauptsächlich Männer Einbrüche begehen, werden mittlerweile immer wieder - gerade in organisierten Banden - Frauen auf Diebestour geschickt, da sie grundsätzlich weniger Argwohn erwecken.

  • 110 wählt man erst, wenn ein Einbruch stattgefunden hat.

    Viele trauen sich nicht, die Polizei zu rufen, solange noch kein offensichtlicher Einbruch stattgefunden hat. Doch wer verdächtige Personen wahrnimmt, sollte sofort den Notruf wählen. Hier gilt ganz klar: Lieber einmal zu viel die Polizei rufen als einmal zu wenig. Ein falscher Alarm hat für Anrufer keine Folgen, solange man die Polizei nicht bewusst in die Irre führt.

  • Es wird hauptsächlich bei Reichen eingebrochen.

    Jeder kann Opfer von Einbrechern werden - auch Hartz-IV-Empfänger. Drogenabhängige Diebe z. B. schlagen oft in ihrer unmittelbaren Umgebung zu. Sie suchen Bargeld für den nächsten Schuss oder ein Smartphone, das sich rasch verkaufen lässt. Beides findet sich in fast jeder deutschen Wohnung.

  • Eine Inventarliste schreibt man erst nach einem Einbruch.

    Wer Opfer eines Einbruchs geworden ist, muss für Polizei und Versicherung angeben, was ihm fehlt. Wer das nicht genau weiß, bekommt möglicherweise nicht nur weniger Schadenersatz als erhofft - auch die Chancen, die Beute wiederzufinden, sind deutlich geringer. Jeder Haushalt sollte daher eine "Wertgegenstandsliste" führen und unverwechselbare Merkmale notieren, z. B. die Gerätenummer des Laptops.

Nützliche Tipps, die vor Einbruch schützen können.

  • Auch wenn Sie Ihre Wohnung nur für kurze Zeit verlassen: Schließen Sie immer sämtliche Türen und Fenster. Das Gleiche gilt auch für Garagentore und -fenster.
  • Lassen Sie keine Aufstiegshilfen wie Leitern, Mülleimer oder Gartenmöbel ungesichert herumstehen.
  • Verstecken Sie Ihren Hausschlüssel niemals draußen.
  • Wechseln Sie umgehend das Schloss, wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren sollten.
  • Lassen Sie Wertgegenstände niemals offen im Haus herumliegen.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung des Außenbereichs, denn Licht wirkt abschreckend auf Einbrecher.
  • Eine Alarm- sowie eine videoüberwachte Gegensprechanlage können zusätzlichen Schutz bieten.
  • Geben Sie niemals Hinweise auf Ihre Abwesenheit, insbesondere nicht in den sozialen Medien.
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