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Starke Stürme verursachen an Wohngebäuden jedes Jahr Schäden in 3-stelliger Millionenhöhe. Erfahren Sie hier, wie Sie Sturmschäden vermeiden können.

Abgerissene Äste, entwurzelte Bäume, abgedeckte Hausdächer: Ein Sturm setzt gewaltige Kräfte frei, die direkt oder indirekt zu schweren Schäden an Gebäuden führen können. Gerade im Frühjahr und Herbst sind Stürme hierzulande keine Seltenheit. Hinzu kommt, dass im Zuge der Erderwärmung extreme Unwetterlagen auch in Deutschland zunehmen.

Schon heute sind Stürme alljährlich für Schäden an Wohngebäuden in 3-stelliger Millionenhöhe verantwortlich. Die Tendenz zeigt nach oben: Die höchsten durchschnittlichen Schäden in der Wohngebäudeversicherung seit 1976 durch Sturm und Hagel wurden für 2011, 2013 und 2014 verzeichnet. Laut einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) könnten Sturmschäden bis zum Jahr 2100 mehr als 50 % zunehmen.

Umso wichtiger ist es für Sie als Hausbesitzer, Ihr Zuhause präventiv gegen Sturmschäden zu schützen. In diesem Ratgeber haben wir dazu die wichtigsten Tipps zusammengetragen.

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Prävention Unwetter Wohngebäudeversicherung
Stürme werden auch hierzulande immer heftiger.

Verantwortung als Hausbesitzer.

Als Hausbesitzer unterliegen Sie der gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht. Dies bedeutet, dass Sie allgemeine Gefahren für Dritte minimieren müssen. Darunter fällt etwa, Bäume auf Ihrem Grundstück regelmäßig auf morsche Äste zu untersuchen. Denn diese könnten bei einem Sturm vom Wind abgerissen werden und einen Passanten verletzen oder andere Häuser beschädigen.

Bei manchen Gebäuden ist das Risiko höher, schwere Schäden durch Stürme davonzutragen. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Region bzw. geografische Lage. Wenn Sie an der Nordsee, Ostsee oder in höheren Lagen leben, sollten Sie Ihr Gebäude besonders gegen Sturm absichern. Auch die direkte Umgebung ist ausschlaggebend. Wird Ihr Heim von hohen Gebäuden abgeschirmt, müssen Sie sich weniger Sorgen machen. Häuser ohne umliegende Bauwerke - beispielsweise auf dem Land - sind einem Sturm direkt ausgeliefert und damit wesentlich gefährdeter. Nicht zuletzt entscheiden auch die Bauweise und Beschaffenheit Ihres Wohneigentums über das Risiko von Sturmschäden. Ein solider Neubau ist im Vergleich zu alten Fachwerkhäusern wesentlich sicherer. Große Glasflächen und dünne Wände stellen weitere Risikofaktoren dar.

In der Wohngebäudeversicherung sind Schäden ab Windstärke 8 (62 bis 74 Stundenkilometer) versichert. Meteorologen sprechen hier von "stürmischen Winden", die bereits kleinere Zweige von Bäumen reißen können und das Gehen im Freien erheblich behindern. Ab Windstärke 9 werden dann schon größere Äste abgerissen und Dachziegel abgehoben.

Dach und Bäume - besonders jene an der Grenze zur Straße oder zu Nachbargebäuden - sollten Sie besonders im Auge behalten. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte, auf die Sie bei der regelmäßigen Vorsorge achten sollten, zusammengefasst. Diese sollten Sie mindestens ein- bis zweimal pro Jahr überprüfen.

Denken Sie bei der Vorsorge auch an das Gartenhaus oder den Geräteschuppen. Diese oft einfachen Baukonstruktionen haben einem Sturm nicht viel entgegen zu setzen und sind deshalb besonders gefährdet. Achten Sie bereits beim Aufbau darauf, die Wände gut im Boden zu verankern. Zusätzliche Sturmwinkel verbinden die Wände Ihres Gartenhäuschens noch stabiler mit dem Fundament. Senkrechte Verstrebungen aus Metall oder Holz sorgen an den Seiten für weitere Stabilität. Das gilt im Übrigen auch für Zäune.

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Prävention gegen Sturmschäden - darauf sollten Sie achten:

  • Fehlende oder beschädigte Dachziegel
  • Verbogene oder abgerissene Dachrinnen, Regenfallrohre oder Schneefanggitter
  • Lose Antennen und Blitzableiter
  • Nicht ausreichend gesicherte Solarmodule auf dem Hausdach
  • Morsche Äste und Stämme
  • Ausladende Äste, gehobene Wurzeln
  • Gelockerte Befestigungen von Markisen, Fensterläden oder Blumenkästen
  • Mürbe gewordene Dichtungen an Dachluken und Kellerfenstern

Dank sorgfältiger Prävention sind Ihr Haus und Grundstück bestmöglich auf einen Sturm vorbereitet. Bei einer akuten Sturmwarnung müssen aber noch zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Denken Sie daran: Ein Sturm kommt selten allein und wird oft von Starkregen oder Hagel begleitet. Die folgenden Punkte sind besonders wichtig, wenn es eine Unwetterwarnung gibt.

To-Do-Liste bei einem aufziehenden Sturm:

  • Schließen Sie alle (Dach-)Fenster und Außentüren.
  • Auch Fensterläden oder Rollläden sollten geschlossen werden.
  • Fahren Sie die Markise ein.
  • Sichern Sie Gartenmöbel oder stellen Sie diese in die Garage.
  • Sichern Sie nicht angeschraubte Blumenkästen und Mülleimer.
  • Parken Sie Ihr Auto weit von Bäumen entfernt, am besten in einer Garage.
  • Sammeln Sie herumliegende Gegenstände (Eimer, Gartenschlauch) ein.
  • Machen Sie einen abschließenden Kontrollgang.

Wenn der Sturm trotz gründlicher Prävention doch Schäden am Haus verursacht hat, kommt es auf einen guten Versicherungsschutz an. Die Wohngebäudeversicherung deckt nicht nur die Schäden am Haus selbst ab, sondern auch jene an Nebengebäuden wie der Garage oder an fest montierten Markisen. Hat beispielsweise ein umstürzender Baum Fenster oder Dach beschädigt und ist Wasser ins Innere eingedrungen, kommt die Hausratversicherung für Schäden am Wohnungsinventar auf.

Oft reicht der herkömmliche Versicherungsschutz durch die Wohngebäudeversicherung aber nicht aus. Denn sie ersetzt nur Unwetterschäden, die durch Sturm oder Hagel verursacht wurden. Die immer häufiger und heftiger ausfallenden Überschwemmungen durch Starkregen sind nicht abgesichert. Dafür benötigen Sie eine Elementarversicherung. Diese kommt außerdem für die Folgen von Erdbeben, Lawinen und Schneedruck auf. Warum die Elementarversicherung immer wichtiger wird, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Schwere Stürme treten auch in Deutschland in immer kürzer werdenden Abständen auf. Mit einer sorgfältigen Prävention schützen Sie nicht nur sich und Ihr Heim, sondern kommen auch Ihrer gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht nach. Mit dem passenden Versicherungsschutz sind Sie dann bestens gegen aufziehende Stürme gerüstet.

Rundum sicher.

Wohngebäudeversicherung

Abgedecktes Dach, umgestürzte Bäume: Ein Sturm kann an Ihrem Haus verheerende Schäden anrichten. Schützen Sie Ihr Eigenheim mit einer Wohngebäudeversicherung.