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Schnee, Vereisungen und nasse Blätter lassen den Bürger­steig schnell zur gefährlichen Rutsch­partie für Passanten werden. Doch wer muss eigentlich dafür sorgen, dass die Gehwege sicher bleiben?

Dass der Gehweg vor der Haustür von Schnee und Eis befreit werden muss, ist den meisten bekannt. Doch wie sieht es mit Herbstlaub, Schmutz oder Unkraut aus? Und wer ist eigentlich zuständig: Die Stadt, der Eigentümer oder der Mieter?

Grundsätzlich tragen Kommunen und Gemeinden die sogenannte Verkehrs­sicherungs­pflicht. Das heißt, sie müssen dafür sorgen, dass Straßen und Wege von den Bürgern gefahrlos benutzt werden können. Allerdings wird die Räumpflicht der Gehwege vor dem Grundstück meist an die Eigentümer übertragen - die diese Pflicht dann gerne vertraglich an ihre Mieter weitergeben. Dann muss übrigens keinesfalls nur Schnee und Eis geräumt, sondern auch dafür gesorgt werden, dass die Wege laub- und schmutzfrei bleiben.

Denn schließlich erhöhen auch nasse Blätter auf dem Bürgersteig das Risiko darauf auszurutschen. Stürzt dann jemand und verletzt sich, wird derjenige zur Verantwortung gezogen, der für das Räumen zuständig war. Für diesen Fall sollten Sie unbedingt eine private Haft­pflicht­versicherung abgeschlossen haben, die Sie vor Schadens­ansprüchen Dritter schützt.

Sorgt immer für sichere Bodenhaftung.

Gehweg Schneeräumen

Nicht nur beim Versäumen der Räumpflicht wichtig: Die private Haftpflichtversicherung kommt für alle Schäden auf, die Sie im Alltag gegenüber Dritten verursachen.


Augen auf beim Mietvertrag!


Um später Streit mit Ihrem Vermieter zu vermeiden, sollten Sie genau hinschauen, wie die Zuständigkeiten für Räum- und Streu­dienst sowie das Laubfegen im Mietvertrag geregelt sind. Im Nachhinein kann der Vermieter die Räumpflicht übrigens nicht mehr auf seine Mieter übertragen, sondern muss sich selbst darum kümmern.

Wie, wann, wo - was beim Räumen des Gehwegs zu beachten ist:

  • Wo muss geräumt, gestreut und gekehrt werden?

    Die Räum- und Streupflicht betrifft alle Gehwege entlang privater Grundstücke - auch unbefestigte Wege. In der Regel genügt es, wenn ein etwa 1,20 m breiter Streifen frei geräumt wird, damit 2 Fußgänger aneinander vorbei laufen können. Darüber hinaus sollte der Weg zum Hauseingang, zu den Mülltonnen und Garagen gut zugänglich und rutschfrei sein.

  • Wann muss der Räumpflicht nachgekommen werden?

    Nichts für Langschläfer: Die gesetzlich vorgeschriebene Räumungszeit beginnt werktags bereits um 7 und endet um 20 Uhr. Während dieser Zeit sollten Sie dafür sorgen, dass die Gehwege vor Ihrem Haus sicher passierbar sind und niemand auf Eis, Schnee oder Laub ausrutschen kann.

    Fußgänger sind übrigens zum Teil selbst für ihre Sicherheit verantwortlich. Wer zum Beispiel trotz Ausweichmöglichkeit über Glatteis oder nasses Laub läuft und ausrutscht, muss mit einer Haft­beteiligung rechnen. Das gilt auch für Unfälle, die sich nachts oder in den frühen Morgen­stunden ereignen. Schließlich kann niemand von Ihnen erwarten, dass Sie Ihre Gehwege rund um die Uhr überwachen und räumen.

  • Was, wenn Sie im Urlaub sind?

    Beim Vernachlässigen der Räum- und Streupflicht drückt der Gesetzgeber meist kein Auge zu. Wer arbeiten muss oder in den Urlaub fährt, muss sich um eine zuverlässige Vertretung kümmern oder ein Dienst­leistungs­unternehmen beauftragen. Das gilt übrigens auch, wenn Sie krankheits­bedingt nicht in der Lage sind, ihrem Dienst nachzukommen.

So räumen Sie Schnee, Eis und Laub am besten weg.

Was tun bei …
Empfohlene Räum- und Streumethode:
… Schnee? Beseitigen Sie zuerst mit Schneeschaufel und Besen die oberste Schneeschicht und bestreuen Sie anschließend gefrorene Eisplatten mit Sand oder Splitt. Die entstandenen Schneehaufen sollten Sie an den Gehwegrand und auf keinen Fall Richtung Fahrbahn schieben.
… Glatteis? Um Glatteis zu verhindern, sollten Sie den Gehweg mit Sand, Granulat oder Split bestreuen, das Sie in jedem Baumarkt bekommen. Streusalz ist in den meisten Städten verboten, weil es schädlich für die Umwelt ist. Wer es dennoch verwendet, muss mit einer Geldstrafe rechnen.
… Herbst­laub? Zum schnellen Beseitigen von Laub können Sie auch einen Laubbläser benutzen. An Sonn- und Feiertagen müssen Sie allerdings den klassischen Rechen zur Hand nehmen. Das Laub einfach an die Straße oder in den Rinnstein zu kehren, genügt übrigens nicht. Entweder Sie kompostieren es im eigenen Garten oder sammeln es in einem Sack, den Sie dann zu einer speziellen Sammelstelle bringen.

Auch Unkraut muss weg.


Wenn es auf dem Gehweg vor Ihrem Haus aus den Ritzen der Pflastersteine sprießt, müssen Sie auch Moose, Wildkräuter und Co. entfernen. Kommen Sie dieser Pflicht nicht nach, wird sich eventuell bald das Ordnungs­amt bei Ihnen melden.

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Zur privaten Haftpflichtversicherung

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