Verspannungen kennt fast jeder. Eine Myogelose geht jedoch über eine gewöhnliche Muskelverspannung hinaus. Betroffene beschreiben die Beschwerden häufig als festen Knoten im Muskel oder als dauerhaft verhärtete Stelle, die schmerzhaft auf Druck reagiert und sich nur schwer lockern lässt.
Der Begriff "Myogelose" wird vor allem im deutschsprachigen Raum verwendet. International werden ähnliche Beschwerden häufig unter Begriffen wie Muskelhartspann, myofasziale Schmerzen oder myofasziale Triggerpunkte beschrieben. Gemeint sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen können.
Unsere Muskulatur ist eigentlich darauf ausgelegt, sich ständig an unterschiedliche Bewegungen anzupassen. Muskeln spannen sich an und entspannen sich wieder. Problematisch wird es, wenn bestimmte Muskelgruppen über längere Zeit kaum Entlastung bekommen. Genau das passiert häufig bei langem Sitzen, monotonen Bewegungen oder anhaltendem Stress.
Fachleute gehen davon aus, dass dabei unter anderem die Durchblutung einzelner Muskelbereiche beeinträchtigt sein kann. Gleichzeitig kann die Muskelspannung dauerhaft erhöht bleiben. Die Folge können lokal verhärtete Muskelbereiche sein, die sich als kleine Knoten oder feste Muskelstränge ertasten lassen.