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Eine Frau sitzt daheim mit geschlossenen Augen und Händen auf der Brust am Boden

Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkennen und vorbeugen.

Wie Sie Ihr Herz stärken und Risiken senken.

zuletzt aktualisiert am 10.03.2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsrisiken.
  • Typische Warnzeichen wie Atemnot, Brustdruck, Herzrasen oder Schwindel sollten ernst genommen werden.
  • Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Bewegungsmangel oder Stress lassen sich aktiv beeinflussen.
  • Eine gesunde Lebensweise und Vorsorge helfen, das Herz langfristig zu schützen.

Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Ein kleiner Stich in der Brust, ein Moment der Atemnot oder ein ungewöhnlich schneller Herzschlag. Wer solche Symptome spürt, denkt oft: "Das war bestimmt nur Stress". Und manchmal stimmt das auch. Doch in anderen Fällen können diese Anzeichen auf eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems hinweisen, oft lange, bevor es ernst wird.

Gesundheitsrisiko Nr. 1

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in Deutschland und weltweit zu den häufigsten Gesundheitsrisiken. Allein in Deutschland entfallen laut Robert Koch-Institut rund 40 Prozent aller Sterbefälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die gute Nachricht: Viele davon lassen sich nicht nur frühzeitig erkennen, sondern auch aktiv verhindern. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was wirklich hinter dem Begriff steckt, welche Risikofaktoren eine Rolle spielen und wie Sie mit gezielter Vorsorge und einer passenden Absicherung auf der sicheren Seite bleiben.

Was sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen genau?

Der Begriff "Herz-Kreislauf-Erkrankungen" umfasst eine Vielzahl von Erkrankungen, die das Herz oder die Blutgefäße betreffen. Die wichtigsten sind:

  • Herzinfarkt
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Schlaganfall
  • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)
  • Herzrhythmusstörungen

Kurz gesagt: Alles, was das reibungslose Funktionieren Ihres Herzens und den Blutfluss durch Ihren Körper stört, fällt unter diese Kategorie. Da das Herz-Kreislauf-System lebenswichtige Aufgaben erfüllt, wie die Versorgung aller Organe mit Sauerstoff, können Störungen schnell ernsthafte Folgen haben.

Warum entstehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Oft ist es eine Kombination aus mehreren Faktoren, die das Risiko erhöht. Manche können wir beeinflussen, andere nicht.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren:

  • Alter
  • Genetische Vorbelastung (z. B. Herzinfarkte in der Familie)
  • Männliches Geschlecht (höheres Risiko für bestimmte Erkrankungen)

Beeinflussbare Risikofaktoren:

  • Bluthochdruck: schädigt auf Dauer die Gefäße
  • Bewegungsmangel: das Herz wird nicht trainiert
  • Ungesunde Ernährung: zu viel Salz, Zucker, gesättigte Fette
  • Rauchen: fördert Gefäßverkalkung
  • Stress: dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel belastet Herz und Kreislauf
  • Übergewicht & erhöhte Blutfettwerte: Gefäßverengung durch Fettablagerungen

Gerade diese beeinflussbaren Faktoren bieten eine große Chance: Denn mit kleinen Veränderungen im Alltag lässt sich bereits viel bewirken.

Illustration von einem Arzt mit einem Stethoskop

Warnzeichen erkennen: Was Ihr Körper Ihnen sagen möchte

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verlaufen oft schleichend. Umso wichtiger ist es, auf körperliche Signale zu achten. Denn je früher ein Problem erkannt wird, desto besser lässt es sich behandeln.

Typische Symptome können sein:

  • Engegefühl oder Druck in der Brust
  • Atemnot bei leichter Belastung
  • Herzrasen oder -stolpern
  • Schwindel oder Ohnmachtsgefühle
  • Schmerzen im Arm, Nacken oder Rücken. Bei Frauen treten bei einem Herzinfarkt jedoch häufiger auch unspezifische Symptome wie Übelkeit, Atemnot, Oberbauchbeschwerden oder ausgeprägte Müdigkeit auf.
  • Anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung

Solche Anzeichen sind nicht automatisch alarmierend, aber sie sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Lieber einmal zu viel zum Arzt als einmal zu spät.

Früherkennung und Diagnostik: So behalten Sie Ihr Herz im Blick

Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, kann Risiken frühzeitig erkennen und gezielt gegensteuern. Besonders folgende Untersuchungen sind sinnvoll:

  • Blutdruckmessung: bereits leicht erhöhte Werte sollten ernst genommen werden. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber "Was sagt der Blutdruck über Ihren Gesundheitszustand aus?"
  • Blutuntersuchungen: zur Kontrolle von Cholesterin, Blutzucker, Entzündungswerten.
  • EKG / Belastungs-EKG: zeigen, wie Ihr Herz unter Ruhe und Belastung arbeitet.
  • Ultraschall (Echokardiografie): gibt Aufschluss über Herzstruktur und -funktion.
  • Langzeit-EKG / -Blutdruckmessung: helfen bei unklaren Beschwerden oder Verdacht auf Rhythmusstörungen.

Wichtig zu wissen: Nicht alle dieser Leistungen sind im gesetzlichen Vorsorgekatalog enthalten. Eine private Krankenzusatzversicherung kann Ihnen hier Zugang zu weiterführender Diagnostik bieten.

Eine Frau misst zu Hause selbst den Blutdruck

So beugen Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor

Vorsorge beginnt nicht erst beim Arzt, sondern im Alltag. Dafür müssen Sie nicht Ihr ganzes Leben umkrempeln. Schon kleine Änderungen können viel bewirken.

  • Bewegung: das beste Herztraining
    Regelmäßige Aktivität stärkt nicht nur den Herzmuskel, sondern verbessert auch die Durchblutung und senkt den Blutdruck. Schon 30 Minuten pro Tag reichen: zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen sind ideal.
  • Ernährung: mediterran statt deftig
    Eine herzgesunde Ernährung ist kein Verzicht, sondern eine Umstellung auf Qualität. Viel Gemüse, Obst, Vollkorn, gesunde Fette (z. B. Olivenöl) und regelmäßig Fisch entlasten Herz und Gefäße. Zucker, Salz und Fertigprodukte dagegen sollten nur sparsam auf den Teller.
  • Stressmanagement: Ihr Herz liebt Gelassenheit
    Dauerhafter Stress kann Herz und Kreislauf stark belasten. Lernen Sie, mit Stress umzugehen, z. B. durch Achtsamkeit, Yoga oder Atemtechniken. Auch ausreichend Schlaf (7 bis 8 Stunden) ist ein wichtiger Schutzfaktor.

Naturheilmittel: Was kann wirklich helfen und was nicht?

Viele Menschen setzen auf pflanzliche Präparate wie Weißdorn (z. B. Crataegutt) oder Korodin-Tropfen. Doch was ist davon zu halten?

  • Weißdorn: Laut Cochrane-Studien kann Weißdorn bei milder Herzinsuffizienz unterstützend wirken, ersetzt aber keine ärztliche Therapie.
  • Korodin: Kann bei niedrigem Blutdruck kurzfristig helfen, ist aber nicht zur Prävention geeignet.
  • Nahrungsergänzungsmittel wie Coenzym Q10 oder Magnesium: Für die präventive Einnahme bei gesunden Personen gibt es bislang keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis eines Nutzens.

Unser Rat: Naturheilkunde kann ergänzen, aber nie ersetzen. Besprechen Sie alle Mittel mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

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Auch wenn Sie viel für Ihre Gesundheit tun, gibt es keine Garantie. Gut abgesichert zu sein, gibt im Ernstfall zusätzliche Sicherheit. Mit den privaten Krankenzusatzversicherungen der NÜRNBERGER können Sie den Schutz Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung nach Ihrem Bedarf ergänzen.

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  • Finanzielle Entlastung, wenn’s drauf ankommt

Herzgesund leben heißt selbstbestimmt leben

Ein starkes Herz beginnt im Alltag. Wer bewusst lebt, auf Warnsignale achtet und regelmäßig zur Vorsorge geht, kann das persönliche Risiko deutlich senken. Und im Ernstfall ist es beruhigend zu wissen, dass man durch gezielte Vorsorge und passende Zusatzleistungen medizinisch gut versorgt ist. So sichern Sie nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch ein Stück mehr Lebensqualität.

Häufige Fragen rund um Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Typisch sind Brustschmerzen, Atemnot, Herzrasen, Schwindel und Müdigkeit. Diese sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber "Kreislaufprobleme".

Viele Erkrankungen lassen sich durch Medikamente, Lebensstilveränderungen oder medizinische Eingriffe gut behandeln oder stabilisieren.

Neben Medikamenten helfen Bewegung, Ernährung und Stressabbau. Verpassen Sie nicht Ihre regelmäßigen Check-ups beim Arzt.

Wichtig sind u. a. Cholesterin (LDL, HDL), Triglyzeride, Blutdruckwerte, Blutzucker und Entzündungsmarker wie CRP. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Ratgeber "Großes Blutbild".

Ein einzelner Blutwert reicht selten aus, um eine Herzkrankheit sicher zu diagnostizieren. Vielmehr müssen die Werte im Zusammenhang mit Symptomen, anderen Untersuchungen (z. B. EKG, Ultraschall) und der Vorgeschichte beurteilt werden. Bei Verdacht auf Herzprobleme oder zur Vorsorge ist eine ärztliche Blutuntersuchung sehr sinnvoll.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln sich oft über Jahre und häufig ohne spürbare Symptome. Regelmäßige Untersuchungen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.