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Fast jeder kennt die Situation: Sie fahren nach einem langen anstrengenden Tag von der Arbeit nach Hause. Sie fühlen sich müde und abgespannt, trotzdem fahren Sie weiter. Schließlich wollen Sie schnell daheim ankommen. Plötzlich schrecken Sie auf: Sie waren wie weggetreten und haben ein kurzes Stück der Fahrstrecke gar nicht mehr bewusst wahrgenommen. In einer solchen lebensgefährlichen Situation sprechen wir von Sekundenschlaf.

Sekundenschlaf ist eine spezielle Form des Einschlafens am Steuer. Der Fahrer kann die Augen dabei sogar geöffnet haben, schläft also nicht richtig, ist aber auch nicht ganz wach. Das Fahrzeug ist in diesem Moment führerlos und der Fahrer unfähig zu handeln. Er kann das, was er sieht, nicht verarbeiten. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h legt das Fahrzeug während einer Sekunde Schlaf 28 m unkontrolliert zurück.

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Bereits nach 17 Stunden ohne Schlaf ist die Aufmerksamkeitsspanne vergleichbar mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille. 24 Stunden ohne Schlaf entsprechen sogar 1,0 bis 1,2 Promille. Das bedeutet: Übermüdet Auto zu fahren, kann genauso gefährlich sein, wie sich unter Alkoholeinfluss ans Steuer zu setzen.

Nicht selten endet der Sekunden­schlaf am Steuer tödlich. Nach einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist Sekundenschlaf die Ursache für 24 % aller tödlichen Autobahn­unfälle. Bei Dunkelheit ist die Gefahr am größten. Vor allem nach Mitternacht lässt die Konzentrations­fähigkeit stark nach.

Doch auch tagsüber kann der Sekundenschlaf den Fahrer überraschen. Dies geschieht allerdings nie ohne Vorwarnung. Nachfolgend einige Anzeichen, die auf einen drohenden Sekundenschlaf hinweisen. Insbesondere wenn mehrere Anzeichen zusammen auftreten, ist es höchste Zeit für eine Pause.

  • Häufiges Gähnen, das sich kaum unterdrücken lässt
  • Brennende Augen und vermehrtes Blinzeln
  • Frösteln
  • Schwere Lider
  • Tunnelblick
  • Schwierigkeiten beim Spurhalten

  • Konzentrationsstörungen und Tagträume
  • Innere Unruhe
  • Kaum Erinnerungen an die letzten Kilometer
  • Übersehen von Straßenschildern oder Verpassen einer Abzweigung
  • Dichtes Auffahren auf das Fahrzeug vor Ihnen

Das Risiko kennen - häufige Gründe für Sekundenschlaf:

  • Schlafmangel

    Der Mensch braucht ca. 7 Stunden Schlaf - manche mehr, manche weniger. Sie erkennen, dass Sie ausreichend geschlafen haben, wenn Sie sich am nächsten Tag fit und erholt fühlen. Wer mehrere Tage hintereinander zu wenig schläft, riskiert ein Schlafdefizit. In solchen Fällen kann es passieren, dass der Körper sich seinen Schlaf auch mal zum falschen Zeitpunkt holt - z. B. während des Autofahrens. Um das zu verhindern, ist es wichtig, regelmäßig ausreichend zu schlafen.

  • Die innere Uhr

    Unser Körper hat seine eigene innere Uhr, die viele Körperfunktionen wie Verdauungssystem, Schmerzempfinden und Hormonaus­schüttung regelt. Schlafen und Wachen gehören auch dazu. Gesteuert wird die innere Uhr vom Gehirn und sie folgt meistens einem 24-Stunden-Rhythmus. So ist der Körper nachts auf Schlaf und tagsüber auf Leistung programmiert. Ändern wir diesen Rhythmus, kommt unsere innere Uhr durcheinander. Unser biologisches Tief liegt nachts übrigens zwischen 2 und 5 Uhr, ein zweites ereilt uns dann nachmittags gegen ca. 14 Uhr. Genau zu diesen Zeiten steigt die Unfallhäufigkeit deutlich an.

  • Nacht- und Schichtdienst

    Bei Menschen, die in Nacht- oder Schichtdienst arbeiten, stellt sich die innere Uhr oft nicht um. Häufige Folgen sind neben anderen körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen auch Schlafstörungen. Das führt zu Nervosität, innerer Unruhe, Erschöpfung und erhöhter Müdigkeit am Tag.

  • Schlafkrankheiten

    Wer chronisch müde ist, tagsüber Schwierigkeiten hat, wach zu bleiben oder sogar öfter ungewollt einschläft, leidet vielleicht an einer ernsten Schlafstörung. Dahinter könnten zum Beispiel dauerhaftes Schnarchen oder eine Atemstörung während des Schlafens stecken. Auch Narkolepsie könnte eine Ursache sein. Betroffene schlafen dann ohne Vorwarnung einfach ein - auch beim Autofahren. Schlafkrankheiten sind unbedingt behandlungs­bedürftig und sollten mit Ihrem Arzt abgesprochen werden.

  • Alkohol- und Medikamentenmissbrauch

    Wer Alkohol oder starke Medikamente zu sich genommen hat, sollte generell nicht Auto fahren. Denn damit werden Ihre Sinne getrübt. Sie werden unerwartet und plötzlich müde und können schnell die Kontrolle über Ihr Fahrzeug verlieren.

Tipps, mit denen Sie Sekundenschlaf vermeiden können:

  • Nur ausgeruht und ausgeschlafen starten
  • Vor längeren Fahrten nur leichte Kost und keinesfalls Alkohol zu sich nehmen
  • Nach 2 bis 3 Stunden hinterm Lenkrad eine Pause machen
  • Viel trinken und kleine Stärkungen wie Obst essen
  • Auf eine aufrechte Sitzposition achten
  • Sauerstoffmangel macht müde - sorgen Sie deshalb für eine gute Belüftung.
  • Bewegung an frischer Luft belebt und macht fit.
  • Powernap einlegen: 30 Minuten Kurzschlaf reichen aus, um erholt weiterzufahren.
  • Mindestens ein Mitfahrer sollte wach bleiben und auf den Fahrer achten.

Wachmach-Mythen - das hilft nicht:


Koffeinhaltige Getränke machen wach - allerdings nur kurz. Danach kommt die Müdigkeit in vollem Umfang zurück, manchmal sogar noch stärker. Auch lautes Musikhören oder kurzfristiges Fensteröffnen zeigen keine Wirkung gegen den drohenden Sekundenschlaf.

Wer sich allerdings für einen Kurzschlaf entscheidet, kann vor dem Schlafen einen Kaffee trinken. Das Koffein wirkt erst nach ca. 30 Minuten. Es verhindert also nicht das Einschlafen, hilft aber beim Wachwerden.

Mittlerweile gibt es viele Müdigkeitswarnsysteme für das Auto, mit denen das Fahrverhalten analysiert wird. Weicht dieses dann plötzlich von der Norm ab, wird der Fahrer durch bestimmte Signale auf seine mangelnde Verkehrstauglichkeit hingewiesen.

Einige Autohersteller arbeiten aktuell auch an einem System, das bereits anhand der Gesichtsmimik erkennt, ob der Fahrer einzuschlafen droht. Durch solche Maßnahmen soll die Zahl der Verkehrsunfälle durch Sekundenschlaf deutlich zurückgehen.

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