Ein Nährstoffmangel entsteht nicht von heute auf morgen und hat selten nur eine einzige Ursache. Häufig sind es mehrere Faktoren, die zusammenwirken und dazu führen, dass dem Körper wichtige Mikronährstoffe fehlen. Ein genauer Blick auf die möglichen Auslöser lohnt sich.
1. Einseitige oder unausgewogene Ernährung
Der häufigste Grund für einen Nährstoffmangel ist eine nicht bedarfsgerechte Ernährung. Dazu gehören:
- Industriell verarbeitete Lebensmittel mit wenigen Nährstoffen
- Crash-Diäten oder Essstörungen
- Vegane/vegetarische Ernährung ohne gezielte Ergänzung
- Übermäßiger Zuckerkonsum (z. B. hemmt Zinkaufnahme)
Selbst bei scheinbar "gesunder Ernährung" kann es zu Mängeln kommen, etwa, wenn bestimmte Vitamine nicht ausreichend resorbiert werden oder bestimmte Lebensmittelgruppen dauerhaft fehlen.
2. Krankheiten und Medikamente
Manche Erkrankungen erschweren die Aufnahme oder Verwertung von Nährstoffen:
- Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn)
- Leber- und Nierenerkrankungen
- Chronische Entzündungen
Auch Medikamente können die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen. Beispiele:
- Magenschutzmittel (PPI) → Vitamin-B12-Mangel
- Metformin (bei Diabetes) → Vitamin-B12-Verarmung
- Entwässerungstabletten → Mineralstoffverluste
3. Besondere Lebensumstände
Bestimmte Phasen im Leben erfordern besonders viele Mikronährstoffe:
- Schwangerschaft & Stillzeit: erhöhter Bedarf
- Kinder & Jugendliche: Wachstum benötigt mehr Bausteine
- Senioren: verminderte Aufnahme im Darm + oft schlechtere Ernährung
Auch intensiver Sport, Stress, Rauchen und Alkoholkonsum zählen zu den Faktoren, die den Bedarf erhöhen oder die Aufnahme erschweren.