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Den Führerschein in der Tasche und das erste eigene Auto in der Garage: Doch spätestens beim Beitrag für die Kfz-Versicherung vergeht die gute Laune. Mit einigen Tricks lassen sich mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen.

Als junger Autofahrer stellen Sie für die Versicherer ein hohes Risiko dar, weil Sie als unerfahren im Straßenverkehr gelten. Das ist auch statistisch begründet: Fahranfänger verursachen rund doppelt so viele Unfälle wie der Rest der Bevölkerung. Für Ihren Versicherungsschutz bedeutet das: In der Regel werden Sie in die teure Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft, in der bis zu 85 % des Grundbeitrags fällig sind.

Zum Vergleich: Nach bereits 2 schadenfrei gefahrenen Jahren beträgt dieser Satz nur noch 50 %, nach 35 Jahren nur noch 18 %. Viele Autoneulinge unterschätzen die Kosten, die mit dem Erwerb eines Autos auf sie zukommen. Zwar lässt sich durch den Kauf eines Gebraucht- statt eines Neuwagens viel Geld sparen, doch für den Versicherungsbeitrag muss man oft ganz schön tief in die Tasche greifen.

Fahranfänger Zweitwagenversicherung
Ein Auto, das als Zweitwagen der Eltern versichert ist, bringt eine Kostenersparnis.

In die Kalkulation des Beitrags für Ihre Kfz-Versicherung fließen mehrere Faktoren ein: wie lange Sie bereits den Führerschein besitzen, welche Typklasse Ihr Wagen aufweist, ob Sie am "Begleiteten Fahren ab 17" teilgenommen haben, in welchem Rhythmus Sie Ihre Beiträge bezahlen (jährlich/halbjährlich/monatlich) und einige andere Aspekte, die wir im Folgenden für Sie zusammengestellt haben. Vor allem aber zählt für Versicherungen, wie lange Sie schon unfallfrei unterwegs sind. Bei Fahranfängern ist dieser Punkt aufgrund mangelnder Praxis allerdings zweitrangig.

Das Beste aus Ihrer Versicherung rausholen - so geht’s!

  • Zweitwagen-Option prüfen

    Wenn Ihre Eltern schon lange unfallfrei fahren, lohnt es sich für Sie als Fahranfänger, Ihr Auto als deren Zweitwagen bei der Kfz-Versicherung anzumelden. Sie sind dann zwar als Fahrer, aber nicht als der Versicherungsnehmer eingetragen. Auf diese Weise profitieren Sie von der hohen Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) der Eltern. Üblicherweise steigen Sie so gleich in SF-Klasse ½ ein.

  • Selbst starten - mit der Familienversicherung

    Eine weitere Sparmöglichkeit bietet die sogenannte Familienversicherung oder auch Eltern-Kind-Regelung. Im Gegensatz zur Zweitwagenversicherung müssen Sie das eigene Auto beim gleichen Versicherer wie das Ihrer Eltern anmelden. Das Auto ist dann allerdings unter Ihrem eigenen Namen versichert. Die Einstufung kann unterschiedlich ausfallen, meistens landet man aber in SF-Klasse ½, bei einigen wenigen Anbietern sogar bei SF-Klasse 2. Erkundigen Sie sich nach speziellen Spartarifen!

  • Begleitetes Fahren anrechnen lassen

    Wer am "Begleiteten Fahren ab 17" teilnimmt, verursacht statistisch gesehen weniger Unfälle. Das wird auch bei Ihrer Autoversicherung berücksichtigt. Wenn Sie also Ihren Führerschein schon mit 17 gemacht und anschließend regelmäßig mit Begleitung gefahren sind, können Sie in den meisten Fällen einen zusätzlichen Rabatt rausholen.

  • Beiträge jährlich zahlen

    Wenn Sie Ihre Versicherungsbeiträge jährlich zahlen, sparen Sie bei den meisten Versicherungsunternehmen im Gegensatz zur monatlichen Zahlweise einen gewissen Betrag.

  • Fahrzeug mit niedriger Typklasse wählen

    Auch das Fahrzeug selbst wirkt sich auf den Beitrag aus. Dabei gilt: je geringer die Typklasse Ihres Wagens, desto niedriger die zu zahlenden Beiträge. Ein Golf kostet demnach weniger als ein Porsche, ein Lada weniger als ein Mercedes. In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 unterschiedliche Typklassen, bei Teilkasko 24 und in Vollkasko 25.

  • Schadenfreiheitsrabatt übertragen

    Sie können sich auch den angesammelten Schadenfreiheitsrabatt von Eltern oder Großeltern übertragen lassen, wenn diese damit einverstanden sind. Das passiert oft dann, wenn etwa Opa oder Oma merken, dass es mit dem Fahren nicht mehr so recht klappt und deshalb ihre Vergünstigungen an ein Familienmitglied abtreten. Es können allerdings nur so viele (schadenfreie) Jahre übertragen werden, wie der Empfänger einen Führerschein besitzt und das Fahrzeug der Eltern oder Großeltern selbst auch gefahren hat. Man profitiert also erst dann von dieser Möglichkeit, wenn man bereits ein paar Jahre als Autofahrer unterwegs ist.

  • Führerscheinregelung nutzen

    Diese Regelung trifft nur in den seltensten Fällen zu: Hier müssen Sie als Versicherungsnehmer bereits 3 Jahre eine Fahrerlaubnis besitzen, um die SF-Klasse 0 zu überspringen und direkt in der SF-Klasse ½ zu beginnen.

Das kommt ganz darauf an, wie Sie Ihr Fahrverhalten einschätzen und wie viel Geld Sie zur Verfügung haben. Die günstigste Variante ist eine reine Haftpflichtversicherung. Dieser Mindestschutz ist gesetzlich vorgeschrieben, um am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Darüber hinaus ist der Abschluss einer Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung möglich. Bei der Teilkasko sind Schäden durch Fremdeinwirkung abgesichert, wie etwa Fahrzeugdiebstahl, Wildschäden oder witterungsbedingte Schäden, die zum Beispiel durch Sturm und Hagel entstehen. Bei der Vollkasko werden auch selbstverursachte Schäden am eigenen Wagen von der Versicherung bezahlt.